Zum ersten Anschlag der Glocke betet man: "Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft und sie empfing vom Heiligen Geist".
Dann wird ein "Gegrüßet seist du Maria" gesprochen. Nach dem für dieses Gebet erforderlichen Zeitraum schlägt die Glocke zum zweiten Mal an und parallel dazu zitiert man aus dem Lukas-Evangelium: "Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort."
Es schließt sich erneut ein "Gegrüßet seist du Maria" an.
Zum dritten Glockenanschlag wird folgender Vers aus dem Johannesprolog gesprochen: "Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt". Danach betet man wiederum ein "Gegrüßet seist du Maria".
Während die Glocke nun richtig zu läuten beginnt, erfolgen eine kurze Anrufung an die Gottesmutter Maria und ein Schlussgebet, das die Dankbarkeit über Menschwerdung, Leiden und Auferstehung Christi zum Ausdruck bringen will.
(Der genaue Wortlaut ist im Gotteslob unter Nr. 2, 7 zu finden.)
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Pfarrgemeinde erinnert in Kassel an Friedensglocke aus
Breslau und sucht Sponsoren für unsere Glockenanlage! Neue
Motoren und Steuerung haben 2011 bereits 3800,00 EUR
gekostet!
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Glockenstube virtuell!
Besuchen Sie unsere Glocken im Turm und hören Sie den Stundenschlag der Laurentiusglocke aus Schlesien.Inhalt
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Geschichtliches
Unsere Pfarrchronik (100 Jahre St. Joseph) liegt hier für Sie zum Download (42443,73KB) bereit.
Glocken von St. Joseph und ihre Geschichte
Als kleiner Junge war ich... Stadtpfarrer Trzeciok erinnert sich
"Ihr Pfarr- und Glockenfest soll Sie bestärken im Frieden
mit einander und mit den Menschen in Ihren Stadtteilen zu
leben", rief der Festprediger Stadtpfarrer i.R., Geistlicher
Rat Ulrich Trzeciok den mehr als 200 Gläubigen auf dem
Rothenberg am 4. September zu: "Wieder mehr Menschen sollen
dem Ruf der Glocken, auch der Namslauer Glocke, folgen, zum
Gottesdienst zusammen kommen und den Glauben bezeugen!"
Zuvor hatte der Geistliche erläutert, warum er gerade an
diesem Glockentag die Predigt halte:
"Weil es beim diesjährigen Pfarrfest der St. Josephsgemeinde auch um die Frage geht: Wie kommt eine Glocke, die vor 390 Jahren in der schlesischen Hauptstadt Breslau gegossen wurde, in Kassel in einen Kirchturm, der gerade mal vor 100 Jahren errichtet wurde? - Nun, früher hing die
Glocke im Turm der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Namslau, eine Kreisstadt in Niederschlesien: im Regierungsbezirk Breslau. Und 10 km entfernt liegt das Dorf Schmograu: in dem ich geboren wurde. Heute ist es nach Namslau eingemeindet. Als kleiner Junge war ich mit meiner Mutter oft in Namslau -wir hatten Eisenbahnverbindung dort hin- und da habe ich diese Glocke schon gehört, lange bevor wir uns in Kassel wieder getroffen haben. - liier ist unsere Familie nach der Flucht aus der Heimat nach einigen Irrwegen sesshaft geworden. Vor altem für meine Eltern und die Oma war es ein bewegender Moment, als bekannt wurde; Vom Kirchturm von St. Josef läutet jetzt eine Glocke aus Namslau. aus der Heimat. Wir sind dann von Wehlheiden zu einem Gottesdienst auf den Rothenberg gefahren, um sie zu hören - Schade, dass es im Vorfeld dieses Festes nicht gelungen ist, einen Anfangskontakt zur Kirchengemeinde in Namslau das jetzt Namyslow heißt, herzustellen."
Auch dieses Jahr fand am 01.01.2011 um 12 Uhr unser traditionelles Neujahrsläuten statt. In diesem Jahr feiern wir den 390. Geburtstag unserer "Friedensglocke" im September mit einem Glockenfest. Einzelheiten auf der Homepage von St.Joseph Kassel.
14.009 Aufrufe fürs Neujahrsläuten der Kirche St.Joseph Kassel Rothenditmold hat der Film unseres Glockenbeauftragte Dirk Federau inzwischen erzielt. [ Link zum Podcast ] [ Link zum Video ]
Aktuelle Bilder mit dem Festgeläut zum neuen Jahr 2011 sind in den nächsten Stunden auf Youtube.com zu sehen. Freuen Sie sich auf den Klang der Glocken, der großen Friedensglock aus dem Jahr 1621 und die beindruckenden Bilder aus der winterlichen Glockenstube vom Rothenberg!
Im untersetzten Turm mit flachem Dach und hohem Kreuz befinden sich die Glocken.
Seit
der Glockenforschung von Dirk Federau (2010) wissen wir,
dass entgegen der Überlieferung in gedruckten Pfarrchroniken
wohl nur zwei Glocken schlesischer Herkunft sind und eine lange Wanderschaft hinter sich haben.
Diese beiden landeten im Krieg (1939 - 1945) auf dem Hamburger Glockenfriedhof und wurden aus Hünfeld (Hessen) hertransportiert.
Ihr Schicksal ist rasch erzählt: Im Zweiten Weltkrieg kamen die Glocken, wie zehntausende andere auch, nach Hamburg zur Einschmelzung zu Rüstungszwecken. Die Glocken aus Breslau entkamen jedoch diesem Schicksal und lagerten zunächst auf dem "Glockenfriedhof" in Hamburg.
Viele beschlagnahmte Glocken wurden nach dem Krieg zurückgegeben, nicht jedoch die Glocken aus den ehemaligen Ostgebieten des Deutschen Reiches. Diese wurden als "Leihglocken" an Kirchen weitergegeben, die den Verlust der eigenen Glocken beklagten oder neu gebaut wurden.
Hier werden wir nun weiterforschen!
Unsere Größte, in Breslau 1621 gegossen, ist über 380 Jahre alt.
Zu unserer Freude sind im Turm erhalten die Glocke St.
Bonfiatius (Fa. Otto, 1907) und die Glocke St. Joseph
(derzeit noch unklare Herkunft 1926?).
Unser Geläut in Bild und Ton:
http://www.youtube.com/user/69steam#p/u und
http://www.youtube.com/watch?v=vkvMV8kiQTk
Pfarrgemeinde erinnert in Kassel an Friedensglocke aus Breslau und sucht Sponsoren http://is.gd/nNxKHj
Neujahr 2010:
Festgeläut in St. Joseph
"Einfach Lautstärke rauf und den Sound der Glocken genießen."
[Link]
1. September 2009:
Glocken für den Frieden
Kassel-Rothenberg: Anlässlich des Beginns des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren hat am Dienstag, den 1. September 2009 um 12 Uhr die große Glocke der mehr als 100jährigen St. Josephskirche länger als sonst geläutet, ein Viertelstunde lang! Ihre Aufgabe war es an diesem Tag die Menschen zum Gedenken an damaliges und gegenwärtiges Kriegsgeschehen aufzurufen und zum Gebet für Frieden und Versöhnung einzuladen. Etwa 30 Christgläubige kamen mit dem Reporter des HR-Fernsehens um die Mittagsstunden mit Pfr. Stefan Krönung und Diakon Martin Gerstel auf dem Rothenberg zusammen.
Hintergrund:
Am frühen Morgen des 1. September 1939 überfiel Deutschland den Nachbarstaat Polen. Mit der Radionachricht "seit 5:45 Uhr wird zurückgeschossen" bestätigte Adolf Hitler offiziell
Kriegshandlungen gegen Polen.
Mit der deutschen Invasion begann der Zweite Weltkrieg. Millionen Frauen und Männer mussten Zwangsarbeit leisten. Das europäische Judentum wurde nahezu vollständig vernichtet. Am Ende des Krieges gab es Millionen Tote und Verwundete. Viele verloren ihre Heimat.
"Der Krieg wurde damals aufgrund von Rassenideologie, Größenwahn und Intoleranz losgetreten. Er hat Millionen Menschen vernichte", begründet Pfarrer Stefan Krönung die Aktion, die an die Zerstörung der Kirche, die Not der Menschen und die Opfer erinnern soll.
"Das Läuten soll eine Erinnerung und Mahnung sein, dass solche Ereignisse nicht wieder eintreten." Ungezählte Glocken wurden während des Zweiten Weltkriegs beschlagnahmt. Nur wenige sind wieder wieder an ihre alten Stätten zurückgekehrt.
Eine der
Glocken der wiederaufgebauten St. Josephskirche
ist in Breslau vor mehr als 300 Jahren gegossen
worden.
SK | 01.09.2009 |
Hintergrundinformationen auf Katholisch.de
HR-Nachrichten vom gleichen Tag mit Kurzbeitrag über die
Glocken und den Gedenktag |
Link
Vom Frieden oder der dritte Versuch dem Stadtteil und seine Menschen ein Geläut zu schenken...
Seit 1907 stehen Kirche und Turm auf dem Kasseler
Rothenberg. Aus diesem Jahr berichtet der
Glockensachverständige Rübsam, Domorganist in Fulda, in
einem Gutachten über die "Erstausstattung" der Pfarrkirche
im "Elisabethblatt" darüber. Noch vor Vollendung des
Baus wurden Glocken der Glockengießerei Otto in Hemelingen
bei Bremen geliefert, dem das Gutachten nach
Ortsbesichtigung am 17. April 1907 ein "durchaus
zufriedenstellendes Resulat" bescheinigt.
Das Geläut musste im Weltkrieg abgegeben werden. Die (4.) Glocke St. Bonifatius mit der Inschrift "Sancte Bonifati, ora pro populo Germanico" (Heiliger Bonifatius bitte für unser deutsches Volk) scheint beide Weltkriege überstanden zu haben und hängt bis zum heutigen Tag im hohen Turm.
Hier der Versuch die weitere Glockengeschichte zu dokumentieren
1926 | ?4 Glocken für St. Joseph
"Die im ersten Weltkrieg geopferten Glocken wurden" nach einer Chronik (geschrieben von Peter Koerner zum 75-jährigen Bestehen der Pfarrkirche St. Joseph, Eigenverlag 16.09.1982, S.4) "durch ein neues Geläut (4 Glocken) ersetzt, das die Firma Gebr. OTTO in Hemelingen im Jahre 1926 lieferte. Die Glocken waren gestimmt auf die Töne des, f, as, b - die des-Glocke (Friedensglocke), 39 Zentner schwer, mit der Inschrift: Gloria in excelsis Deo et in terra pax hominibus bonae voluntatis (Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind), die f-Glocke (Marienglocke), 20 Zentner schwer, mit der Inschrift: Nomen mihi Maria: dum sano, ora, regina pacis, pro populo (Maria heiße ich, wenn ich ertöne, dann, Königin des Friedens, bitte für das Volk), die as-Glocke (St. Josephs-Glocke), 12 Zentner schwer, mit der Inschrift: Josephus dicor, ad coelum voco; Protector ecclesiae, custos s. Familiae, protege nos et nostras familias (Josephs-Glocke werde ich genannt, zum Himmel rufe ich: Patron der Kirche, Wächter der hl. Familie, schütze uns und unsere Familien), die b-Glocke (Bonifatius-Glocke), 8 Zentner schwer, mit der Inschrift: Sancte Bonifati, ora pro populo Germanico (Hl. Bonifatius, bitte für das deutsche Volk."
194x | Glockenabgabe 2.Weltkrieg
195x | Glocken in der aufgebauten Kirche St. Joseph
2007 | Seit 2007 schlägt die Elektronik die volle und die halbe Stunde über ein Schlagwerk an. Angelusläuten ist um 12 und um 18 Uhr. Ein Schlagwerk und die Steuerung dazu waren im 2. Weltkrieg verloren gegangen.
2010 | Bestand und Beschreibung
Nr. 2
. Laurentiusglocke: Diese Glocke ist Eigentum der Bundesrepublik Deutschland und der Kirchengemeinde leihweise überlasse. Sie kam über die Wirren des letzten Weltkriegs aus Schlesien auf den Rothenberg: Die "Laurentiusglocke" trägt ein Markierung "Glocke 9/8/25 B", sie ist reich ornamentiert mit einem Relief des hl. Laurentius. Die Inschriften lautet: Ne flamen fulguris nobis noceat et ignis levita sancte Laurenti precibus sanctis precare pro nobis. / Sub felici regimine excellentissimi domini domini Francisci comitis de Hatzfeld et Gleichen dynaste Trachenbergensis fusa Wratislaviae a Ioanne Iacobo Krumpfert. Diese Glocke wiegt 1150-1200 kg, hat einen Durchmesser von 120 cm, eine Höhe von 1,20 m und eine Bügelhöhe von 0,20 cm. Sie wurde 1734 in Breslau gegossen, im Zweiten Weltkrieg aus der katholischen Kirche von Radungen (Radzidz, Niederschlesien) ausgebaut und an die Zinnwerke Wilhelmsburg abgeliefert. Nach dem Krieg wurde sie leihweise nach Hünfeld abgegeben und kam von dort nach Kassel, St. Joseph.
Nr. 1. Große Glocke | Direktlink
Nr.
3. Josephsglocke (leider immer noch unklar)

Nr. 4. Bonifatiusglocke: Zwei Weltkriege hat diese Glocke überstanden, die bereits im Rohbau der Kirche auf dem Rothenberg 1907 aufgehängt wurde. Sie ist eine die b-Glocke , 8 Zentner schwer, mit der Inschrift: Sancte Bonifati, ora pro populo Germanico (Hl. Bonifatius, bitte für das deutsche Volk) und gehörte zu einem prächtigen Geläut der Fa. OTTO (Nähe Bremen), das den Weltkrieg nicht überstanden hat.
Herkunft unserer beiden Glocken aus Schlesien nach dem 2. Weltkrieg
Erste Auskünfte führen nach (1935-1945 Radungen) Radziunz. Die dortige Kirchengemeinde besitzt Kirchenbücher, die seit 1735 geführt werden. Radziunz, Radungen (ab 1935). http://de.wikipedia.org/wiki/%C5%BBmigr%C3%B3d
1741: Schlesien mit Trachenberg kommen zu Preußen, Friedrich der Große erhebt die Hatzfeldt zu Fürsten, 1748, werden sie vom Kaiser Franz I. zu Reichsfürsten erhöht. (Umfang des Gutes 1937: 15 941 ha). Die Stadt hat damals 1774 Einwohner, zwei Drittel sind evangelisch. http://gov.genealogy.net/ShowObject.do;jsessionid=8CB5F4C3F2DAF8CA9DC2443C107776F4?id=RADUNZJO81LM
Eifrige Forscher, hilfsbereite Leute sind im März 2010 aktiv: "Es freut mich, dass das Glockenarchiv Ihnen weiterhelfen konnte. Auch die zweite Glocke ist bei uns nachgewiesen. Sie stammt aus der katholischen Kirche von Namslau (Namysłów, Niederschlesien), hatte die Leitzahl 9/9/44 C und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg ebenfalls nach Hünfeld entliehen. Die Glocke stammt übrigens aus dem Jahr 1621, nicht 1671."
(„NAMSLAU: Kreisstadt an der Weida mit 5.868 Einwohnern unter denen sich zwei Eskadronen der 8. Dragoner befinden. 7 Meilen oder 54 km von Breslau gelegen, besitzt eine evangelische und eine katholische Pfarrkirche.“ Quelle im Internet)
Kassel, einst Glockenstadt und Kanonenstadt...
Es war Georg Christian Carl Henschel, der sich im Jahr 1777 von Gießen aus auf Wanderschaft machte, wie es für einen Gesellen damals so üblich war. Der junge Mann hat das Handwerk des Glockengießers gelernt und sucht eine Anstellung, die er in Kassel im landgräflichen Gießhaus findet.. "Und nicht nur das", schreibt die Lokalzeitung im Jubiläumsjahr 2009, "Die Tochter seines Meisters, Christine Wilhelmine Friedericke Storck, wird kurze Zeit später seine Frau. Der junge Henschel muss ein tüchtiger Handwerker gewesen sein. Gemeinsam mit seinem Meister und Schwiegervater bekommt er von Landgraf Wilhelm IX. das Privileg zur Herstellung von Kanonen, Feuerspritzen und Glocken.
Nachts... wenn alles schläft...
Wenn 2008 zum 29. Mal in Deutschland in der Nacht zum Sonntag die Uhren auf Sommerzeit gestellt
werden, dann muss niemand auf den Glockenturm auf dem
Rothenberg steigen. Um Punkt zwei Uhr springen die Zeiger aller Funkuhren auf drei Uhr.
Unsere Steuererung der Glockenanlage tut dies ebenso
zuverlässig. Der Stundenschlag beginnt exakt um 6 Uhr in der
Frühe richtig zu zählen... Wir merken es vor allem mit den
Augen, denn Morgens wird es dann wieder später hell, dafür wird es am Abend später dunkel.
In Deutschland wurde die Sommerzeit 1980 eingeführt, seitdem ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig zweimal im Jahr für die Zeitumstellung verantwortlich.
Die impulsgebende Atomuhr für den Sender Mainflingen bei Frankfurt (Main)
ist vorprogrammiert. Von dort wird das Zeitsignal mit einer Reichweite von 2000 bis 2500 Kilometern an alle öffentlichen und privaten Funkuhren gesendet.

