Status dieser Seite

Schicksale Bedürftiger...
... erfahren, beschreiben und veröffentlichen wir. Wir sind auf Spender und Unterstützer angewiesen! Herzlichen Dank sagen wir Ihnen für Ihre Gabe!

ZAHVALNICA

Liebe Freunde!
Aus Mostar erreicht uns die Nachricht, dass die Mutter und Schwester aller Mädchen und Jungen im Waisenhaus "Javna Ustanova Djeciji Dom Mostar" an der Neretwa, unsere gute Freundin Sabaheta, nach langer und schwerer Krankheit verstorben ist. Noch vor wenigen Tagen waren wir mit kleiner Gruppe dort und die Nachrichten über Ihren Gesundheits-zustand waren keine guten. Für Ihren Geburtstag am 14. April 2007 haben wir mit noch das Mittagessen für die Kinder und die Torten zur Nachspeise für 2008 festgelegt und bezahlt. Der Tod ist im Islam das Ende des Lebens führt den Menschen wieder zu Gott. Niemand kann dem Tod entrinnen, er ist das Ende der von Gott gesetzten Zeit auf der Erde. Nach dem Tod warten die Seelen auf das Gericht, in dem darüber entschieden wird, ob ein Leben bei Gott im Paradies sein wird, das Sabaheta nach allen menschlichen Maßstäben sicher verdient hat. Uns wird Ihre ungeteilte Liebe zu allen elternlosen Kindern, ihre Sorge und ihr Einsatz fehlen. Wir haben mit dem Verein Helft Bosnien und als Malteser immer versucht, Ihr und Ihrer Arbeit mit den Kindern in den Jahren großer materieller Not zu helfen. SK

Bericht 2007

"Die Brücke in Mostar hat Risse – Eindrücke von einem Hilfstransport nach Bosnien (Dezember 2007)" Wo fahren wir hin? Schon vor der Abreise müssen wir viele Erklärungen geben und erklären doch nichts. Bosnien, das ist weit weg und fremd.

Gesamtes Dokument (PDF)

Familienhilfe in Mostar und Umgebung

Sammeln für den Auslandsdienst"Uns ist es wichtig, dass Lebensmittelpakete weiterhin an Bedürftige in Mostar verteilt werden können."
"Hilfe, die ankommt!" verspricht der Malteser Auslandsdienst den ehemaligen treuen Spendern von "Helft Bosnien". Im Jahr 1996 gründete sich in Kassel der "Verein Helft Bosnien" im Caritasverband, der sich Ende des Jahres 2007 aufgelöst hat. Sein jahrelanges Engagement für Alte und bedürftige Familien in Mostar und Umgebung übernehmen die Malteser in Kassel und organisieren mit Ihren Partnern weiterhin Hilfstransporte mit dringend benötigten Gütern, um dass Leid und die Not zu lindern. In gesonderten Projekten initiieren die Malteser aus Kassel in Zusammenarbeit mit Renovabis, Caritas, Merhamet e.V. und Pfarreien gezielte Hilfe, wie zum Beispiel durch die Unterstützung von Waisenkindern, Blindenschulen, Katastrophenschutzeinheiten, Sozialeinrichtungen, Krankenhäusern, Suppenküchen, Schulen und Kirchengemeinden.
Es geht jetzt darum, das Geld für etwa 15-20 Familienpakete a 40 Euro Monat für Monat aufzubringen! Bis zum heutigen Tag sind 3 Patenschaften und einige Zusagen der Günter-Krönung-Stiftung eingegangen. Das bedeutet, dass nicht alle Familien zukünftig versorgt werden können. Helfen Sie mir Ihrer Spende! [Mehr Informationen...]

Armin Schomberg bestätigt uns auf betterplace 2009: "Seit über 10 Jahren begleite ich das Projekt und war bis 2008 aktiv dabei. Grundlage war für mich, dass Spendengelder zu 100 Prozent auch bei den Betroffenen ankommt. Selbst die Familie vor Ort in Mostar hat ihre Hilfe unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Mit Stefan Krönung geht das Projekt weiter und durch seine Besuche vor Ort kann ich darauf vertrauen, dass die Hilfe ankommt."
 
Aktuelle Nachrichten aus Mostar: Juli 2009: "....Da wir auf Einladung der Leitung des Waisenhauses dort eine Unterkunft gefunden haben, konnten oder mussten wir miterleben, wie spartanisch dort zum Beispiel das Frühstück für die Kinder ausfällt. Unglücklicherweise hörten wir in diesem Zusammenhang, dass Ihre Unterstützung durch das Milchprojekt bereits sein geraumer Zeit eingestellt wurde und ebenfalls die Ausgaben je Paket für die Pakete für hilfsbedürftige Familien merklich gekürzt wurden. Leider würde eine Initiative unsererseits betreffs der Pakete unseren Rahmen sprengen, jedoch wäre eine Beteiligung beim Wiederaufleben des Milchprojekts für das Waisenhaus denkbar."

70 Jahre - Geburtstagsfeier Günter Krönung

"Ich danke allen Freunde, Verwandten und Gästen."
Natürlich fällt unserem Vater nach Herzstillstand, Schlaganfall und vielen anderen lebensbedrohlichen Erkrankungen das Sprechen schwer! Doch für die Feier zu seinem 70. Geburtstag am 20. Dezember hat er seine Rede aufgesetzt, Mutter Irma die Korrekturen behutsam begleitet und mein Bruder Michael die Wort in "Großdruck" aufs Papier gebracht. Selbstverständlich sind die Gäste eingeladen, auf persönliche Geschenke zu verzichten und für die Mostaraktionen der Malteser und der Familienstiftung GKS Glauben & Helfen zu spenden.

Unterstützen auch Sie mit Ihrer Gabe diese Arbeit! [Stiftung Glauben & Helfen]

Malteser Jahr für Jahr in Mostar

Malteserhelfer Jürgen Diehl (MHD Petersberg) berichtet aus Mostar (2007)
Zusammen mit Pfr. Stefan Krönung und einem Team der Malteser konnte ich im Advent 2007 aus Bosnien zurückkehren: Im Rahmen der Aktion Hoffnungszeichen des Malteser Hilfsdienstes durfte ich mithelfen, dass insgesamt 33.200 Weihnachtspakete im Wert von rund 300.000 Euro an Not leidende Kinder in Bosnien verteilt wurden. „Vielen Dank und Vergelt's Gott"

Die sechstägige Tour hat mich zusammen mit ehrenamtlichen, meist jungen Helfern und Freiwilligen in Kirchengemeinden, Waisenhäuser, Schulen und Behinderteneinrichtungen in Sarajevo, Jelah und Mostar geführt. Der Krieg auf dem Balkan Anfang der 1990er Jahre ist auch nach so langer Zeit noch überall spürbar. Er war unvorstellbar brutal. 100.000 Menschen starben, 14.000 werden heute noch vermisst. Den Kindern fehlen die Väter, die Frauen sind oft arbeitslos, müssen aber den Mann als Ernährer ersetzen. Viele von ihnen haben keine Ausbildung. In Mostar speist die Armenküche täglich 600 Menschen. Sie müsste das Doppelte kochen können, schätzte unser mitreisender bosnischer Dolmetscher. Nicht jede Stube ist geheizt im nassen, kalten Dezember. Das Brennholz ist teuer und eher noch wird Essen als Winterbrand gekauft. Wenn überhaupt Geld aufzutreiben ist. Immer wieder beklagten die Menschen sich bei uns über ihre Gesundheitsprobleme. Seit dem Krieg mit seinen vielen Traumata nehmen nicht nur die früheren Kämpfer Psychopharmaka. Andere haben Diabetes bekommen. Armut macht krank. Sie hat viele Gesichter. Die Probleme des Alltags sind aber nur das eine, was die Bedürftigen hier zu bewältigen haben. Mehr noch sind es die Alpträume und Erinnerungen an Krieg, Vertreibung, Verlust. Nachdenklich werde ich, wenn ich an die Situation der Familien und ihrer Kinder in einigen Regionen denke: Natürlich gibt es Armut auch bei uns. Aber dass eine allein Erziehende Mutter mit Ihren drei Kindern in einem Raum leben muss, sich mit 13 Parteien eine tropfende Dusche, für deren Instandhaltung niemand verantwortlich ist, in einer völlig heruntergekommenen ehemaligen Kaserne teilen muss, das übersteigt die Grenzen des Erträglichen. Wir haben den Menschen Brennholz gekauft, um nicht mit dem Gefühl nach Hause zu fahren, dass der nasse Winter eine Katastrophe wird.

Im Kassler Pfarrhaus St. Joseph ist seit August 2007 die ehrenamtliche Koordinierungsstelle untergebracht.

[Weitere Informationen auf den den Seiten der Forschungsgruppe Bosnien ...]

Lebensmittelliste

Notwendige Nahrungsmittel in der Familienpackung
Jahr für Jahr werden die "notwendigen Lebensmittel" für ein "Standardfamilienpakekt" überdacht und den Preisen angepasst, die leider immer teurer werden.
Steffi schrieb uns dazu: „Das Dokument über die Lebensmittelpakete fand ich auch krass. Wie Menschen leider so auf das nötigste rationalisiert werden müssen... z. B. im Winter nur ein Stück "Toilettenseife", weil man sich da nur halb so oft waschen braucht... schockierend und >Augenöffnend<. Es ist wichtig, dass wir reichen Europäer ab und zu an die Realität erinnert werden und aus unserem verträumten Europa an die Menschen erinnert werden, die nicht so viel Glück hatten wie wir...“. [Download "Lebensmittelpakte für Familien" (PDF)]
 
 

Was war der Verein "Helft Bosnien"?

Der Krieg in Bosnien
Gegründet 1996 wurde durch 7 Personen der Verein Helft Bosnien! e.V.: die Eltern einer bosnischen Familie, ein junges Ehepaar aus der Gemeinde St. Marien (Kassel), der damalige Kaplan sowie Hein Vagedes und seine Gattin: "Sie hatte einem Sohn der bosnischen Familie, die 1994 von Mostar geflohen war und direkt neben unserer Kirche, St. Marien in Kassel, in einer Einzimmerwohnung lebte, geholfen, die deutsche Sprache zu erlernen. Aus diesem Kontakt wurde eine Freundschaft. Bei vielen gemeinsamen Behördengängen habe ich persönlich erfahren, was es heißt, als Ausländer und insbesondere als Kriegsflüchtling in unserer Stadt, in unserem Land, zu leben. Unsere Freunde berichteten uns auch nach und nach von ihren Ängsten und Nöten während des Bosnienkrieges. Unser Freund Miro war aus der Wohnung heraus ins Konzentrationslager verschleppt worden. Als er vier Monate später entlassen wurde, ist die Familie gleich geflohen. Wir hörten auch von der Not der Menschen, die in Mostar geblieben waren. Der Friedensschluss von Dayton beendete zwar größtenteils die kriegerischen Auseinandersetzungen, beseitigte aber nicht die psychische und materielle Not vieler."
 
 
 

Zum Seitenanfang ^