Familienhilfe in Mostar und Umgebung
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"Uns ist es wichtig, dass Lebensmittelpakete weiterhin an Bedürftige in Mostar verteilt werden können."
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"Hilfe, die ankommt!" verspricht der Malteser
Auslandsdienst den ehemaligen treuen Spendern von
"Helft Bosnien".
Im Jahr 1996 gründete sich in Kassel der "Verein
Helft Bosnien" im Caritasverband, der sich Ende des
Jahres 2007 aufgelöst hat. Sein jahrelanges
Engagement für Alte und bedürftige Familien in
Mostar und Umgebung übernehmen die Malteser in
Kassel und organisieren mit Ihren Partnern weiterhin
Hilfstransporte mit dringend benötigten Gütern, um
dass Leid und die Not zu lindern. In gesonderten
Projekten initiieren die Malteser aus Kassel in
Zusammenarbeit mit Renovabis, Caritas, Merhamet e.V.
und Pfarreien gezielte Hilfe, wie zum Beispiel durch
die Unterstützung von Waisenkindern, Blindenschulen,
Katastrophenschutzeinheiten, Sozialeinrichtungen,
Krankenhäusern, Suppenküchen, Schulen und
Kirchengemeinden.
Es geht jetzt darum, das Geld für etwa 15-20 Familienpakete a 40 Euro Monat für Monat aufzubringen! Bis zum heutigen Tag sind 3 Patenschaften und einige Zusagen der Günter-Krönung-Stiftung eingegangen. Das bedeutet, dass nicht alle Familien zukünftig versorgt werden können. Helfen Sie mir Ihrer Spende! [Mehr Informationen...]
Brief, der schlimmste Zustände beschreibt
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"...danke für alles was Sie für uns getan haben und noch tun..."
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"Im ehemaligen Gefängnis leben heute 13 Familien. Es handelt sich hier um ein zerstörtes Haus, in dem bis vor ein paar Jahren ein Gefängnis war. Wir sind bedrückt von unmenschlichen Lebensbedingungen und der Ignoranz der Gesellschaft für unsere Situation. Täglich begegnen wir Quellen für unterschiedlichste ansteckende Krankheiten. Wir alle teilen Badezimmer sowie Toilette, die sich beide in katastrophalem Zustand befinden. Doch der größte Albtraum für die Bewohner ist die Nacht, wenn große Ratten anfangen, im Gang herumzutanzen. Im gesamten Gebäude hängt der üble Geruch der Kanalisation, hervorgerufen durch geplatzte und kaputte Rohre. Das ist der erste Eindruck, den man bekommt, wenn man dieses Gebäude betritt. Und der erste Eindruck von der Hölle der Realität, in der die Menschen aus Mostar gefangen sind.
Ein Beispiel ist die Familie von Zlata Z. In dieser Familie lebt eine alleinerziehende Mutter mit vier Kindern, wovon drei Kinder - Amer (9), Amir (17), Ramiz (12) - minderjährig sind. Sie alle leben in einem Raum, die Lebensbedingungen sind unter dem Minimum. Ihr Zimmer ist zugleich ihre Küche, ihr Schlafzimmer … alles. Alles was sie haben ist in einem Zimmer. Die Familie ist in einer sehr schlechten materiellen Situation. Früher bekam die Mutter eine einmalige finanzielle Hilfe vom Zentrum für soziale Arbeit/ Mostar, doch dies ist keine regelmäßige Einnahme. Das letzte Mal kam diese Hilfe vor vier Jahren. Die Tochter von Zlata Z., Amra hat die medizinische Schule absolviert und ist gelernte Krankenschwester.
In dieser Sammelunterkunft lebt auch die alleinerziehende Mutter Mevlida N. gemeinsam mit ihrem Sohn Almin (12). Beide leben wiederum in einem Zimmer, das gleichzeitig Wohnzimmer, Schlafzimmer und alles andere sein muss. Die Lebensbedingungen hier sind sehr schlecht. Die Mutter Mevlida arbeitet nicht, sie lebt ausschließlich von der Rente, die viel zu klein ist, als daß die Familie davon leben und überleben könnte. Der Alltag ist sehr schwer. Dennoch sagt Mevlida: „Ich muss für meinen Sohn Almin kämpfen. Ich muss für seine Bildung sorgen und auf seine schulischen Bedürfnisse eingehen.“
In der Sammelunterkunft lebt auch Familie E., d.h. die alleinerziehende Mutter Šefika (44) und ihr Sohn Haris (21). Auch hier sind die Lebensbedingungen sehr schlecht, beide teilen sichn einen Raum. Haris hat zwar eine Ausbildung als Fliesenleger gemacht, findet aber keine Arbeit. Sein Vater ist im Krieg umgekommen, ebenso seine Oma, die vor seinen Augen starb. Haris verhält sich sehr teilnahmslos, ist sehr in sich zurückgezogen. Die Ärzte haben bei ihm eine depressive Störung festgestellt (Maladaptatio). Für seine Behandlung verschrieb man ihm Medikamente, doch sind diese kostenpflichtig so daß sie sich die Familie nicht leisten kann. Früher bekamen auch sie Unterstützung vom Zentrum für soziale Arbeit/ Mostar. Heute haben sie gar kein Einkommen und leben in einem sehr schweren Zustand.
Die Familien sagen selbst: das Leben ist sehr schwer, aber es lohnt sich zu leben, weil die Kinder da sind. Es lohnt sich, wegen ihnen zu kämpfen. Es ist schwer zu verstehen und man kann sich schwer vorstellen, in welcher Situation sie sich befinden. Es ist schwer, ihre Bedürfnisse zu verstehen. Nur der liebe Gott kann all das verstehen. Sie danken allen Menschen mit gutem Herzen, die bis heute Erbarmen und Verständnis für ihr Leiden hatten. Es gibt wenige solche Leute, aber sie sind dankbar für jede Hilfe. Sie sind froh, dass sich jemand an sie erinnert.
Im Voraus danke für alles was Sie für uns getan haben und noch tun. Es würde uns sehr viel helfen, wenn dieses Projekt weiter existieren würde."
Unterstützen auch Sie mit Ihrer Gabe diese Arbeit! [Stiftung Glauben & Helfen]
Malteser in Mostar
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Malteserhelfer Jürgen Diehl (MHD Petersberg) berichtet aus Mostar (2007)
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Zusammen mit Pfr. Stefan Krönung und einem Team der
Malteser konnte ich im Advent 2007 aus Bosnien
zurückkehren: Im Rahmen der Aktion
Hoffnungszeichen des Malteser Hilfsdienstes
durfte ich mithelfen, dass insgesamt 33.200
Weihnachtspakete im Wert von rund 300.000 Euro
an Not leidende Kinder in Bosnien verteilt wurden.
„Vielen Dank und Vergelt's Gott"
Die sechstägige Tour hat mich zusammen mit ehrenamtlichen, meist jungen Helfern und Freiwilligen in Kirchengemeinden, Waisenhäuser, Schulen und Behinderteneinrichtungen in Sarajevo, Jelah und Mostar geführt. Der Krieg auf dem Balkan Anfang der 1990er Jahre ist auch nach so langer Zeit noch überall spürbar. Er war unvorstellbar brutal. 100.000 Menschen starben, 14.000 werden heute noch vermisst. Den Kindern fehlen die Väter, die Frauen sind oft arbeitslos, müssen aber den Mann als Ernährer ersetzen. Viele von ihnen haben keine Ausbildung. In Mostar speist die Armenküche täglich 600 Menschen. Sie müsste das Doppelte kochen können, schätzte unser mitreisender bosnischer Dolmetscher. Nicht jede Stube ist geheizt im nassen, kalten Dezember. Das Brennholz ist teuer und eher noch wird Essen als Winterbrand gekauft. Wenn überhaupt Geld aufzutreiben ist. Immer wieder beklagten die Menschen sich bei uns über ihre Gesundheitsprobleme. Seit dem Krieg mit seinen vielen Traumata nehmen nicht nur die früheren Kämpfer Psychopharmaka. Andere haben Diabetes bekommen. Armut macht krank. Sie hat viele Gesichter. Die Probleme des Alltags sind aber nur das eine, was die Bedürftigen hier zu bewältigen haben. Mehr noch sind es die Alpträume und Erinnerungen an Krieg, Vertreibung, Verlust. Nachdenklich werde ich, wenn ich an die Situation der Familien und ihrer Kinder in einigen Regionen denke: Natürlich gibt es Armut auch bei uns. Aber dass eine allein Erziehende Mutter mit Ihren drei Kindern in einem Raum leben muss, sich mit 13 Parteien eine tropfende Dusche, für deren Instandhaltung niemand verantwortlich ist, in einer völlig heruntergekommenen ehemaligen Kaserne teilen muss, das übersteigt die Grenzen des Erträglichen. Wir haben den Menschen Brennholz gekauft, um nicht mit dem Gefühl nach Hause zu fahren, dass der nasse Winter eine Katastrophe wird.
Im Kassler Pfarrhaus St. Joseph ist seit August 2007 die ehrenamtliche Koordinierungsstelle untergebracht.
[Weitere Informationen auf den den Seiten der Forschungsgruppe Bosnien ...]
Lebensmittelliste
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Notwendige Nahrungsmittel in der Familienpackung
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Jahr für Jahr werden die "notwendigen Lebensmittel"
für ein "Standardfamilienpakekt" überdacht und den
Preisen angepasst, die leider immer teurer werden.
Steffi schrieb uns dazu: „Das Dokument über die Lebensmittelpakete fand ich auch krass. Wie Menschen leider so auf das nötigste rationalisiert werden müssen... z. B. im Winter nur ein Stück "Toilettenseife", weil man sich da nur halb so oft waschen braucht... schockierend und >Augenöffnend<. Es ist wichtig, dass wir reichen Europäer ab und zu an die Realität erinnert werden und aus unserem verträumten Europa an die Menschen erinnert werden, die nicht so viel Glück hatten wie wir...“. [Download "Lebensmittelpakte für Familien" (PDF)]


