Hilfstransporte nach Bosnien - Berichte und Reportagen
-
Pfarrer Ivan Tomic: "Der Krieg hinterließ tiefe Wunden.." -
Mit einigen Zeilen schrieb uns der Priester Don Ivan tomic im April 2008 aus der Pfarrei Herz Jesu in Cajdas bei Zenica: "Ich bin dort seit 2004 Priester. Heute leben in dieser Gemeinde 215 Familien, vor dem Krieg waren es 450 Familien. Diese Gemeinde wurde 1979 von der Gemeinde St. Josef (Zenica) gegründet.
Der Krieg hinterließ tiefe Wunden, die in heutiger
Wirklichkeit schwer zu beheben sind. Die Geschichte
unserer Pfarrei ähnelt der biblischen Geschichte von
David und Goliath. Ich danke Gott, das wir auf dem
Land unserer Urgroßväter fortbestehen dürfen. Heute
bestehen wir in unserer Gemeinde, aber es ist schwer
sich mit dem Schicksal, den der Krieg mit sich
gebracht hat, auseinanderzusetzen.
Die meisten Menschen arbeiteten in der Eisenschmiede und im Bergwerk von Zencia. Doch heute sind sie arbeitslos. Es ist ein Wunder, wie diese ihre Familien mit dem Vorhandenen durchbringen können, obwohl staatliche Institutionen gar nicht existieren. -
Unsere Bezirkscaritas ist vorbereitet, Ihre Hilfe...
aus Kassel anzunehmen. Denn unsere Gemeindekirche
hat nichts von allem dem, was sie uns schenken.
Wahrhaftig sind wir überglücklich und sind dem lieben Gott und Ihnen der Gabe dankbar, die so dringend benötigt werden.
Wir bedanken uns auch beim Pater Ivan Barisic, wie auch dem Organisator Pfr. Stefan Krönung. Ihnen allen vom Herzen einen Dank für das Verständnis und die Liebe die Sie uns gegenüber aufbringen (...)." [Weitere Berichte folgen nach unserer Rückkehr | Wo fahren wir da hin? Moderne Einkaufszentren in jeder Stadt, Werbetafeln preisen allüberall bekannte Produkte an, ansehnliche Wohnhäuser zeugen von Aufbau und Aufbruch und die Autos werden neuer und schneller. Das Elend im Vielvölkerstaat Bosnien liegt heute tiefer, verborgener und wir wissen leider, wo wir es finden können. Sooft es uns möglich ist, nehmen wir Menschen aus dem Land mit auf unseren Einsätzen.. (...)]
[Zenica in Wikipedia, der freien Enzyklopädie.]
Hilfstransport in die Region Tuzla
-
Dr. Bieber und die Forschungsgruppe Bosnien berichten aus dem Jahr 2006 -
(...) "Abdullah ist Türke und Moslem, der, in Hanau aufgewachsen, ein ‚klassischer’ Deutsch-Türke ist. Jovan ist Deutscher und stammt ebenfalls aus Hanau, religiös ist er nicht. Seine Eltern stammen aus der Nähe von Omarska in Bosnien-Herzegowina. Amira ist Bosnierin, Muslima zudem und stammt aus Srebrenik (Tuzla Kanton). Benjamin ist Deutscher, geboren in Ingelheim am Rhein. Er ist evangelisch getauft, Religion hält er für eine private Angelegenheit.
Die Unterstützung kam, wie schon geschildert, von den Maltesern – einer katholischen Hilfsorganisation. Und sie kam von Merhamet – einer muslimischen Hilfsorganisation. Wer spendete großzügig die Rollstühle? Die evangelische freikirchliche Hilfsorganisation der Siebenten Tags Adventisten (ADRA) aus Darmstadt-Weiterstadt.
— Ist all das wirklich wichtig? Eigentlich nein. Doch haben wir gemerkt, wie viele uns hierauf angesprochen haben. Und: es waren vor allem die Bosnier, die überrascht (und erfreut) waren, daß es bei uns so reibungslos funktionierte.
Was wir ihnen antworteten war: warum sollte es nicht funktionieren? Alle beteiligten Hilfsorganisationen haben uns gezeigt, daß sie zum einen professionell arbeiten und zum anderen auch, daß sie professionell zusammen-arbeiten."
[Humanitärer Transport nach Bosnien-Herzegowina, 13.-17. April 2006 (PDF) Ein Report]
Oft angefahren: Mostar und Umgebung
-
Malteser Schröck: Bericht aus dem Jahr 2004
-
Stefanie Bordonaro berichtet aus dem Jahr 2004: "In der Woche vor Palmsonntag war der Pfr. Stefan Krönung wieder mit 8 weiteren ehrenamtlichen Helfern in der Stadt und brachte den Bedürftigen rund 6 Tonnen Hilfsgüter. (...).
[Auf den Schröcker Seiten findet sich der ausführliche Bericht...]


Die GKS ist eine Stiftung der Familie Krönung und Ihrer Freunde für Menschen in Not. Gegründet wurde sie am 8. August 2005, um die segensreiche Arbeit der Malteser auf dem Petersberg und in Schröck im In- und Ausland zu fördern und zu unterstützen.
Die Forschungsgruppe Bosnien verfolgt vier Ziele: sozialwissenschaftliche Forschungsprojekte, Infrastrukturprojekte, Netzwerkbildung sowie die Vermittlung von Nachrichten aus und über Bosnien-Herzegowina..