Links und Quellen

Leitbild für eine "Kultur des Hinschauens"

  • .... Bei uns soll bitte keiner übersehen werden, der in Not geraten ist. Eine Nachbarschaftshilfe in der Gemeinde bauen wir auf. Ähnlich wie die Caritas in der Diözese Mailand in den Pfarrgemeinden ein "Ohr der Kirche" einrichtet, wollen auch wir einmal in der Woche mit "hörkundigen Personen" aus unserem Sozialkomitee (Zulehner 2009, 80) Hilfesuchenden zur Verfügung stehen. Auf Grund des Gehörten wollen wir beraten, was die Caritas der Pfarrei, der Stadt, der Diözese zu tun hat. Wir wollen das Gehörte protokollieren und auswerten, damit Sozialberichte entstehen, die dann auch in Gesprächen mit Verantwortlichen in Stadt, Staat und Gesellschaft eingebracht werden können. | Mehr lesen...
     

Stichworte unserer Arbeit

Grundsatz . Hilfegesuch aktuell . WohltäterStudentenzimmer . MittagstischSchulranzenaktion . Schülerunterstützung . Fernfahrerseelsorge . Kleiderkammer . Für ein Kasseler Sozialticket  . Sozialkomitee . Zentrum des Zuhörens . Josephshilfe . Studientage zur Lage der sozialen Not (2009) . Kinderkleiderkammer . Krankenseelsorge u. Pastoral . Osteuropahilfe . Förderverein BAV . Ihre Kollekten und Spenden . Sozialticket . Hühner, Mist und Eier . Umsonstladen im Gemeindehaus

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Helfer gesucht...

Wo kann man uns helfen? Wir wollen für Menschen da sein, unterhalten eine Kleiderkammer, bieten einen Mittagstisch und organisieren (oft mühevoll) Umzugshilfen für  Bedürftige - sehr oft alleinerziehende Frauen.
Wir betteln gut erhaltene Kleidung und benötigen auch Spenden.... Unsere Internetseiten informieren und auf www.betterplace.org stellen wir Projekte vor oder "twittern" sie in alle Welt. Über Helpedia versuchen wir im Internet für uns zu werben und die Unterstützer zu finden. ... Virtuell und real vor Ort freuen wir uns über Helferinnen und Helfer!

Bestellen Sie den Pfarrbrief aktuell und frisch per Mail! Sie erhalten daraufhin regelmäßig die Informationen im PDF-Format. Ältere Ausgaben schicken wir Ihnen gerne per Mail zu!

http://www.soziale-manieren.de/

Mit Kleidern eindecken

Die Pfarrei St. Joseph und die Osteuropahilfe unterhält eine Kleiderkammer auf dem Rothenberg, wo Bedürftige sich kostenlos einkleiden können. Monatlich werden Kleider für die Hilfstransporte der Malteser nach BIH verpackt.
Darüber hinaus steht ein Kleidercontainer des Malteser Hilfsdienstes e.V. auf dem Kirchengrundstück, dessen Erlöse für die Jugendarbeit bestimmt sind. (2008, Krö)

Achten-statt-ächten!

Sie stehen weder in den Charts noch kicken sie für Bayern München. Dennoch leisten sie viel: Jugendliche, die es nicht leicht haben im Leben. Benachteiligte Jugendliche brauchen mehr... Die Caritaskampagne macht uns aufmerksam für Sie.

Caritas-Straßensammlung

Seit vielen Jahren schaffen wir es nicht mehr, eine Caritas-Straßensammlung durchzuführen. Die Einnahmen aus solchen Spendenaufrufen sind dramatisch zurückgegangen. Wer hat Ideen, die uns weiterhelfen?

Elternbriefe du + wir

Mit den Elternbriefen du + wir bieten wir Müttern und Vätern kostenlose Informationen, Ideen und Tipps rund um Erziehung, Partnerschaft, Bildung und Freizeit mit und in der Familie. Die 36 Elternbriefe sind thematisch genau auf das jeweilige Alter der Kinder bis 8 Jahre abgestimmt.
Internet: www.elternbriefe.de

Wer uns unterstützt! Danke für die Hilfe!

"Nach dem Sanitätseinsatz beim Handballspiel der ersten Bundesliga in Kassel besuchten die Einsatzkräfte der Malteser aus Blankenau den gebürtigen Petersberg Pfarrer Stefan Krönung, der im Kasseler Stadtteil Rothenditmold die Pfarrei St. Joseph betreut. Anschaulich berichtete der Pfarrer über seine Arbeit vor Ort. In diesem Stadtteil beträgt die Arbeitslosigkeit über 30%, und es herrscht dort eine Kinderarmut von über 50% ! Daher betreibt die Kirche dort nicht nur einen Kindergarten, sondern auch eine Kinder-Kleiderkammer, in der sich bedürftigen Eltern Kleidung für ihre Kinder abholen können.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger der Großgemeinde, wir haben uns überlegt, mit Ihrer Unterstützung das soziale Leid hier in Deutschland zu mildern. Wir sammeln daher Kinderkleidung und alles, was Kinder brauchen können, um es direkt an die Kinder-Kleiderkammer nach Kassel weiterzugeben. Die gespendeten Sachen werden nach Petersberg zur Familie des Pfarrers gebracht, der sie dort bei „Heimatbesuchen“ abholt. So kann die Spende ohne Treibstoff- und Transportkosten direkt zu den Menschen gelangen, die diese Unterstützung dringend gebrauchen können. Annahmestelle für Spenden ist die Familie
Andreas Honikel, In der Steinshecke 3, in Hainzell" | Mehr über unsere Helfer und Wohtäter...

Jahreskampagne: Experten fürs Leben

Alte Menschen sind Experten fürs Leben. Sie haben viel erlebt und durchlebt. Mit ihrer Erfahrung bereichern sie die Gesellschaft. In diesem Caritas-Blog beschreiben 52 Autorinnen und Autoren abwechselnd jede Woche eine andere Seite des Lebens im Alter.

http://blog.experten-fuers-leben.de/

Nothilfe in Haiti

Das Internet ermöglicht es uns auch einen "virtuellen" Klingelbeutel herumzureichen... die ersten Gebet haben uns für die Aktion-Deutschland-Hilft Geldspenden anvertraut! Werben Sie für uns und machen Sie mit! Weitere Infos zu unserem Spenderportal unter http://is.gd/9omsT

Oberbürgermeister Hilgen

"In unseren Bemühungen um ein friedliches und soziales Miteinander in unserer Stadt werden wir nicht nachlassen. Die Stadt der Zukunft ist kinder- und familienfreundlich. Den erfolgreiche Weg einer deutlich verbesserten Betreuung der Kinder und Jugendlichen – vom Vorschulalter über die Schulzeit bis zur Ausbildung – werden wir fortsetzen, um den jungen Menschen verlässliche Perspektiven zu bieten und sie in die Gesellschaft zu integrieren – unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem sozialen Status." (Neujahrsansprache 2010) http://is.gd/6oFdK

Fiebersymptome einer kranken Gesellschaft

In seiner Silvesterpredigt: stellt der Bischof von Fulda zunehmende Armut fest und spricht von  "Fiebersymptomen einer kranken Gesellschaft". Hoffentlich ist die Diagnose nicht noch schlimmer!
Link: http://is.gd/5JsZR

Armut und soziale Ausgrenzung bekämpfen

Kassel-Rothenditmold - "Mit unseren bescheidenen pfarrlichen Mitteln, wie dem Mittagstisch, dem Kindergarten, dem Umsonstladen und den Besuchs- und Begleitdiensten wollen wir uns gegen Armut und soziale Ausgrenzung einsetzen, dafür brauchen wir dringend mehr ehrenamtlich Engagierte und Spender", so Stefan Krönung, Pfarrer in St. Joseph und Administrator in St. Laurentius, zwei Gemeinden, die in Kassler Stadtteilen mit hohen sozialen Belastungen liegen zu Beginn des neuen Jahres.

Besonders die Seelsorge, die Besuche der Familien zu Geburten, Tauf- und Trauergesprächen, zu den Geburtstagen - der Kontakt in Altenheime und zu Hause durch das Pastoralteam und die ehrenamtlichen Helfer sind ein starkes Zeichen gegen soziale Ausgrenzung, so der Pfarrer weiter:
"Wir begrüßen das Europäische Jahr gegen Armut, da es perfekt zu unserem Leitsatz einer "Kirche mit Menschen" passt, die für die Menschen da sein möchte.
Jeder ist aufgerufen seinen Beitrag zu leisten, arme, alte oder kranke Menschen aus der Einsamkeit und Unbeweglichkeit zu holen", betont der 44-jährige Priester.
Die Europäische Union ruft seit 1983 Europäische Jahre aus, denen jeweils ein sozio-kulturelles Thema zugeordnet wird. In diesem Jahr wird zur "Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung" aufgerufen.
Wer sich nicht aktiv an der Hilfe beteiligen kann, hat die Möglichkeit durch Spenden etwas gegen Armut und soziale Ausgrenzung zu tun.
SK | 04.01.2010

Hintergrund: http://www.nationale-armutskonferenz.de/index.htm
 

5er Netzwerke für soziale Gerechtigkeit

„Sammeleinkäufe lohnen sich“, rechnet Dr. Thelen immer wieder vor und verweist darauf, dass angesichts einer in „Arm“und „Reich“ geteilten Stadt Kassel die Ernährungsfragen auch Zukunftsfragen für große Bevölkerunsgruppen darstellen werden. Dazu ist zu erwarten, dass die Lebensmittelzufuhr aus dem Ausland sich über kurz oder lang stark verteuern wird und der Lebensstandard der Niedrigeinkommensbezieher weiter sinken. Die „Tafeln“ werden auch in Kassel den Zusatzbedarf kaum decken können, wie in aktuellen Pressemeldungen aus Kassel zu lesen ist. Durch eigene Erntearbeit soll und muss günstiges Frischgemüse und Obst erreichbar sein (2x15 Fahrradminuten). Ernte- und Pflegegemeinschaften müssen kostengünstigen Zugänge zu Gärten und Gartenanlagen erhalten. Die Ernte und Gaben müssen über Netzwerke und „Verteilgemeinschaften“ in einer zu entwickelnden Ordnungsstruktur gerecht verteilt werden.
In der Pfarrei St. Joseph sammeln wir erste Erfahrungen mit Netzwerken. Neben "Zentralverteilerstellen" gibt es "Abholverteiler", die für 5 Personen/Familien die  Verteilung übernehmen.
Verein "Essbare Stadt" (2009)

Millionen Lichter

Der Caritasverband in Kassel beteiligt sich in diesem Jahr das erste Mal an der Aktion „Eine Million Sterne“. Damit machen wir auf das weltumspannende Hilfswerk Caritas international aufmerksam. Wir werden auf dem Friedrichsplatz zwischen Staatstheater und Elisabeth-Kirche am 14.11.2009 um 17 Uhr einen Stern aus über 500 Kerzen leuchten lassen. Weitere Infos folgen!

Malteser sammeln für Kinder

Mit der Bitte an die Bevölkerung auch in diesem Jahr Geschenk-Päckchen für bedürftige Kinder auf dem Balkan zu packen, haben die Malteser zur 18. Aktion Hoffnungszeichen aufgerufen. Kindergärten, Gruppen, Kreise, Gemeinden und Einrichtungen sind aufgerufen im Schuhkarton oder in der Weihnachtstüte im Wert von 10 Euro Schokolade, Gummibärchen und ein kleines Spielzeug (Kuscheltier) zu verpacken. Bis 20. November werden diese Geschenke im Pfarrhaus (Marburger Str. 87) St. Joseph und in vielen Kirchengemeinden in Nordhessen angenommen. Mit dem LKW-Konvoi werden sie Anfang Dezember nach Bosnien, Kroatien und ins Kosovo gebracht.

Caritas-Sonntag 20.09.2009

Wir haben es nicht vergessen...  Gut besoldete Universitätsprofessoren rechnen öffentlich vor, man könnte vom Drittel des Hartz-IV-Satzes problem leben. Für mich zeigt sich darin, dass die sog. "Elite" sehr weit weg ist von der Lebensrealität vieler Menschen. Ich kann nach vielen Gesprächen - auch mit Christenmenschen - nur mit der Caritas rufen: Wir brauchen "soziale Manieren!". Wir brauchen eine Haltung, die bereit ist, sich in die Sitation von Menschen hineinzuversetzen, über die man öffentlich spricht und urteilt. Aus christlicher  Sicht ist die Sache klar: Wer Gott sucht, der wird ihn bei den Armen und Geringen finden können. SK

Beten und Tun

Die Pfarreien St. Joseph und St. Laurentius im Kasseler Norden sind in einem von vielen sozialen Schwierigkeiten belasteten Lebensraum zu Hause. Dies macht sich in dem pastoralen Leben der Pfarrei, in der Arbeit der Kindertagesstätte auf dem Rothenberg mit den Kindern und Familien und den vielfältigen Kontakten zu Menschen aus dem Umfeld der Pfarrei bemerkbar. Wir wolllen helfen...

Kinderkleiderkammer geöffnet

Am Gedenktag des Hl. Papstes Pius X (21.8.) waren die Vorbereitungen alle getroffen, die Regale aufgestellt und gefüllt, die Ware soritiert: Die Kinderkleiderkammer hat einiges an Material und arbeitet. Erste Öffnungszeiten sind Freitags von 9-12 Uhr.
Bedürftige bekommen alle Sachen nach Mt 10,8b geschenkt, wie auch wir die Sachen ja geschenkt bekommen haben.
Ein Aufruf in Kasseler Kirchengemeinden uns doch zukünftig mit Kinderkleidung zu unterstützen ist in Vorbereitung. Ich kann mir vorstellen, dass im ersten Probelauf jeder bis zu 5 Stücken aus unserem Lager mitnehmen kann gegen Angabe von Name und Adresse.
Gebet: Herr, unser Gott, du hast dem heiligen Papst Pius X. eine große Frömmigkeit und ein offenes Herz für die ihm anvertrauten Menschen geschenkt, um alles in Christus zu erneuern. Erneuere auch unser Denken, Reden und Handeln, damit wir die Liebe deines Sohnes Jesus Christus zu uns Menschen bezeugen können... in Taten der Liebe. Amen.
SK | 21.08.2009

Sozialenzyklika des Papstes

Arbeitslosigkeit ist ein Problem, sagt der Papst: Der langzeitige Ausschluss von der Arbeit oder die längere Abhängigkeit von öffentlicher oder privater Hilfe untergraben die Freiheit und die Kreativität der Person sowie ihre familiären und gesellschaftlichen Beziehungen, was schwere Leiden auf psychologischer und spiritueller Ebene mit sich bringt.
http://www.katholisch.de/35081.html

Armen Kindern eine Chance geben

Armen Kindern eine Perspektive geben. Konzept der Caritas zur Bekämpfung von Kinderarmut: http://tinyurl.com/n46u78

Gute Menschen stiften Schulranzen in St. Joseph

Sie sind nagelneu. Sie sind für Kinder kostenlos, deren Eltern in Rothenditmold bedürftig sind. Zum zweitenmal ist es möglich eine Schulranzenaktion in St. Joseph durchzuführen - natürlich in aller notwendigen Diskretion. Worum gehts? Die Wohlfahrtsverbände haben in der Vergangenheit feststellen müssen, dass seit Einführung der so genannten Hartz IV-Gesetze am 1. Januar 2005 die bedürftigen Familien entgegen der Vorgabe nicht in der Lage waren, Geld für Sonderausgaben wie zum Beispiel einer Schulerstausstattung anzusparen. Verschiedene Schulranzenaktionen der Caritas waren ein Vorstoß, betroffenen Familien und vor allem ihren Kindern in dieser Angelegenheit zu helfen. Mittlerweile hat der Gesetzgeber auf die Verlautbarungen aus den Wohlfahrtsverbänden reagiert und mit einem neuen Paragraphen § 24a SGB II insofern Abhilfe geschaffen, dass jede Familie für ihre schulpflichtigen Kinder jeweils zum Schuljahresbeginn 100 Euro erhält, um die notwendigen Schulmaterialien kaufen zu können. Daher brauchen wir die Schulranzenaktion in dieser Form im nächsten Jahr auch nicht mehr wiederholen. Ein herzliches Vergelt´s Gott an unsere Wohltäter.
Übrigens: Wer gut erhaltene Schulranzen hat, die niemand mehr braucht: Die sammeln wir für unsere Osteuroparbeit!

Papst versichert Arbeitslosen u Opfern der Wirtschaftskrise seine Solidarität

Papst Benedikt wandte sich am Sonntag, 24.5.2009 in Montecassino eigens an die von Arbeitslosigkeit bedrohten Menschen. „Ich weiß, wie kritisch die Situation vieler Arbeiter ist. Ich versichere allen, die sich um ihren Arbeitsplatz sorgen, allen, die Sozialhilfe bekommen oder gar bereits entlassen sind, meine Solidarität. Die Wunde der Arbeitslosigkeit, die in dieser Region klafft, muss die Verantwortlichen der offenen Hand, die Unternehmer und alle, die die Möglichkeit haben, dazu bringen – mit dem Beitrag aller – wirksame Lösungen für die Beschäftigungskrise zu suchen, neue Arbeitsplätze zu schaffen, die Familien schützen. Wie kann ich in diesem Zusammenhang nicht daran erinnern, dass die Familie heute dringend besser geschützt werden muss, da sie in ihren Wurzeln bedroht wird. Ich denke an die jungen Menschen, die Mühe haben, eine würdige Arbeit zu finden, die es ihnen erlaubt, eine Familie zu gründen. Ihnen will ich sagen: Werdet nicht mutlos, liebe Freunde, die Kirche verlässt euch nicht!“ Der Papst unterstrich aber auch den benediktinischen Auftrag zu Kultur und Erziehung. Auch hier hätten sich die Mönche im Laufe der Jahrhunderte bis heute große Spuren hinterlassen und Wesentliches geschaffen.
SK | 24.05.2009 | Quelle: http://is.gd/CUfG

Mittagstisch für Alleinlebende am Start

Liebe Leute! In unserem Gemeindehaus auf dem Rothenberg starten wir mit Beginn der Fastenzeit 2009 einen Mittagstisch für Alleinlebende. Der betreute Mittagstisch soll Gelegenheit bieten, zum Mittagessen in Gesellschaft zu sein. Es wird eine Einrichtung für alle Bügerinnen und Bürger, die in einer Gemeinschaft mit anderen eine gute und ausreichende warme Mahlzeit einnehmen möchten, die entweder selbst in Gemeinschaft oder von unserer Köchin aus dem Kindergarten zubereitet wird. Wir suchen Ehrenamtliche, die entweder einmal wöchentlich an Arbeitstagen von 11.30 bis 13.30 Uhr oder einmal monatlich an einem Wochenendtag helfen bei der Vorbereitung und beim Aufräumen. Auch an den Wochenenden könnte von uns bei Bedarf gekocht werden, was mit mehr zeitlichem Aufwand verbunden wäre und von den freiwilligen Helfern abhinge.
Da die Mitarbeit bei uns niemanden überfordern soll und weil wir täglich geöffnet haben wollen, freuen wir uns immer über Verstärkung, besonders für die Wochenendteams - sehr gern auch durch Männer. Alle drei Monate treffen wir uns, um nach einem kleinen Imbiss über inhaltliche und organisatorische Fragen zu sprechen. Der Mittagstisch soll sich von einem Angebot zur Ernährungshilfe zu einem wichtigen Ort sozialen Begegnung entwickeln, der so für ganz unterschiedliche Gruppen Raum bietet, für das gemeinsame Essen und den Kontakt.

Pfarrer Stefan Krönung begrüßt sehr die Caritaskampagne für "Soziale Manieren"

Kassel. Die soziale Not im Norden von Kassel ist groß, belegbar und hat Auswirkungen auf das Zusammenleben der Menschen: "Ich wünsche der Caritas-Kampagne "Soziale Manieren für eine bessere Gesellschaft“ eine gute Resonanz“, schreibt der 43-jährige Pfarrer, der seit August 2007 in den Gemeinden St. Joseph und St. Laurentius Dienst tut, auf seinen Internetseiten und in einem Rundschreiben an die Gremien, Gruppen und Kreise der Pfarrgemeinden in den Stadtteilen Rothenditmold, Nord-Holland und Philippinenhof/ Warteberg.
"Es ist nicht zu leugnen, dass sich in Deutschland die Armut in den vergangenen Jahren verfestigt hat. Es ist zunehmend schwieriger geworden, sich selbst aus materieller Armut oder sozialer Isolation zu befreien. Hier ist der Mahnruf der Caritas von großer Bedeutung: Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit muß auf die Menschen gelenkt werden, die am Rand der Gesellschaft leben. Das sind Menschen, die durch Arbeitslosigkeit, Suchterkrankung, Überschuldung oder psychische Probleme in materielle Not geraten sind und ein Leben am Existenzminimum führen.“
Pfarrer Krönung ist sich sicher: "Von diesen Menschen finden wir nur wenige in unseren Sonntagsgottesdiensten. Wer hier sitzt, der hat Dach, Auto und Auskommen in aller Regel. Die Armen sind auch hier außen vor. Es muss unser Anliegen sein, dass man Menschen, die ‚randständig’ leben und nicht den gängigen bürgerlichen Maßstäben entsprechen, mit der gleichen Achtung und Würde behandelt wie jeden anderen.
Es ist gut, dass es der Caritas darum geht Menschen nicht unter die Räder von Vorschriften und Bestimmungen geraten zu lassen. "Mit meinen pastoralen Mitarbeitern wünsche ich, dass man nachhaltiger und vernetzter Angebote schafft, bestimmte Schritte sind bereits gegangen. Ein Beispiel ist die Kinderbetreuung auch schon für Kinder unter drei Jahren. Unser Verwaltungsrat hat "grünes Licht“ gegeben. Wir suchen den Kontakt zu öffentlichen Institutionen um unsere Planungen voranbringen zu können. Das ist gerade mit Blick auf alleinerziehende Frauen wichtig, die häufig in Armut leben, weil sie wegen der Mutterschaft nicht arbeiten gehen können. In Rothenditmold ist der Anteil der Alleinerziehenden besonders hoch. Ich denke, dass mit man mit solchen Konzepten dazu beitragen kann, Armut zu bekämpfen.“

Die Fachleute der Caritas geben an, dass nach einer repräsentativen Studien 87 Prozent der Befragten angebe, dass sie gar keinen armen Menschen im Bekannten- oder Freundeskreis kennen, nur vier Prozent haben Kontakt zu Menschen, die wohnungslos sind. Aber 37 Prozent der Befragten haben Angst davor, selber mal in eine Notlage zu kommen, also den Arbeitsplatz zu verlieren, arm zu werden, also umgangssprachlich gesagt ‚abzustürzen’ und das normale Leben mit Arbeit, Wohnung und Familie zu verlieren.
"Ich sehe die Gefahr, dass diese Ängste dazu führen, dass man sich von Menschen abwendet, die offensichtlich nicht einer Arbeit nachgehen und keinen festen Wohnsitz haben. Diese Angst darf nicht aufkommen. Als Christen sagen wir eindeutig: Jeder Mensch hat Würde, jeder Mensch ist auch in dem Leben, das er führt, zu achten! Schau hin und schau nicht weg; und überlege auch, was Du als einzelner Bürger tun kannst, um einen guten Umgang zu finden!“

Mit Herz und Verstand gegen die Armut ...yes we can

Einen ganzen Tag lang hat St. Joseph beraten, diskutiert und gearbeitet, angeleitet durch Moderator Stephan Röder. "Wir wussten alle, dass wir uns in einem einem von vielen sozialen Schwierigkeiten belasteten Lebensraum befinden", stellt der Geistliche Stefan Krönung mit den Gremien der Pfarrgemeinde fest, "Details und die besonderen Notlagen haben wir heute gemeinsam benannt und erste Schritte zu Lösungsansätzen mit Untersstützung der Fachleute der Caritas getan."
Im  Alltag und im pastoralen Leben der Pfarrei mit den vielfältigen Kontakten zu Menschen aus allen Schichten und Gruppen wird das bemerkbar. In unseren Handlungsmöglichkeiten kommen wir immer mehr an Grenzen. Die Ergebnisse der Sinusstudie für diesen Stadtteil unterstützt das Erleben, den Problemlagen nicht mit pastoralen Mittel allein begegnen zu können.
SK | 24.02.2009 | Neueste Nachrichten zum Projekt

Helfernetz erweitern - Machen Sie mit!

Viele kleine und große Dienste und Aufgaben gehören zu den sozialen Tätigkeiten in unserer Kirchengemeinde, damit wir eine Kirche-MitMenschen sind und werden.
Zur Mithilfe suchen wir immer wieder Frauen und Männer, die bei verschiedenen Besuchsdiensten (Krankenkommunion, Krankenhaus, Geburtstage) aktiv werden. Wir freuen uns über Helfer, die Zeit spenden für Mitmenschen!

Hilfe, Einweisung und Unterstützung geben wir gerne – auch über das Referat Gemeindecaritas im Regionalhaus und den Malteser Hilfsdienst e.V.
Mit Dank und freundlichen Grüßen, Stefan Krönung, Pfr.

[ 1 ] „Betreuung“ einer Person, wenn der Ehepartner oder die betreuende Person unterwegs sind
[ 2 ] Begleitung zu Ärzten, Ämtern oder zum Einkauf (Fahrdienst)
[ 3 ] Besuchsdienste bei älteren oder kranken Personen
[ 4 ] Hilfen bei kleineren Reparaturen sowie beim Schriftverkehr
[ 5 ] Entlastung von Familien (Kinderbetreuung, Hausaufgabenhilfe)
[ 6 ] Koordination der verschiedenen Angebote
[ 7 ] Fahrten zu den Gottesdiensten (in Kooperation mit dem Malteser Hilfsdienst e.V.)
[ 8 ] Kleiderkammer organisieren und unterstützen.

 

Jährlich Aktion Brasilien

Die alljährliche Kleidersammlung im Frühjahr konnte am Sa 26.4. erfolgreich abgeschlossen werden. Die Helfer der KAB St. Joseph konnten fast 20 Säcke mit Kleiderspenden verladen!
In Kassel wird seit etwa 30 Jahren die Aktion Brasilien durchgeführt. Der Ablauf der Aktion ist  eingespielt.
Aus Sankt Laurentius ist Kolpingbruder Franz Tschöpe seit Jahren für die Aktion engagiert: "Wir freuen uns über jeden der die Aktion unterstützt und hoffen so ein wenig Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Treu Kolping."
SK | 26.04.2008 | Kollekten & Sammlungen

Nachfragen!

Familien mit Kindern, die Arbeitslosengeld II beziehen sollten Widerspruch gegen ALG-II-Bescheid einlegen. Denn wie der Caritasverband mitteilt, entscheidet das Bundesverfassungsgericht über Regelsatzhöhe!
Die Caritas in der Diözese Münster empfiehlt allen Familien mit Kindern, die Arbeitslosengeld II beziehen, vorsorglich gegen die Bewilligungsbescheide schriftlich Widerspruch einzulegen. Nur dann könnten sie möglicherweise mit einer Nachzahlung rechnen, wenn das Bundesverfassungsgericht die Regelsatzhöhe rückwirkend als zu niedrig beanstandet.

Diese Auffassung vertritt das Landessozialgericht Hessen und hat das Bundesverfassungsgericht dazu angerufen. Der Widerspruch muss schriftlich innerhalb der Widerspruchsfrist erfolgen, gegebenenfalls also direkt beim Erhalt des nächsten Bescheides erhoben werden, so Caritas-Justitiar Peter Frings. Ein entsprechendes Musterschreiben kann im Internet auf der Seite www.caritas-muenster.de/50205.html  heruntergeladen werden.

Nach Meinung der Hessischen Richter reichen die Regelleistungen des Arbeitslosengeldes II nicht aus, um das "soziokulturelle Existenzminimum" einer Familie und speziell ihrer Kinder abzudecken und würden deshalb gegen das Grundgesetz verstoßen. Insbesondere für die Begrenzung der Leistungen für Kinder auf 60 Prozent des Regelsatzes eines Erwachsenen fehle es an einer ausreichenden Begründung.

Neben diesem Verfahren am Hessischen Landessozialgericht ist derzeit ein weiteres Beschwerdefahren wegen der Regelsatzhöhe beim Bundesverfassungsgericht anhängig.
(C) Caritasverband im Bistum Münster

Diakonie: Broschüre zur Armut

„Aufgabe der Diakonie ist die tatkräftige Unterstützung der Benachteiligten und Hilfsbedürftigen in unserer Gesellschaft“, sagte Dr. Schwarz weiter im Rahmen der Vorstellung. Mit der Handreichung leistet das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck einen aktiven Beitrag dazu: Sie beschreibt die Situation von Menschen in Armut, informiert über ihre Ursachen und mögliche Hilfen. Auch Politik und Gesellschaft sind gefordert, Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und Sozialleistungen bereit zu stellen, die Armut verhindern. In Deutschland nimmt die Zahl der Menschen, die in Armut leben, zu. Besonders Kinder und Jugendliche sind von den Folgen materieller Armut betroffen. Soziale Ausgrenzung und mangelnde Bildungschancen sind nur zwei Aspekte dieser Problematik. Die nun herausgegebene Broschüre richtet sich vor allem an die Kirchengemeinden im Bereich der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck. Sie soll diese anregen, sich mit dem Armutsthema vor Ort zu beschäftigen und gemeinsam mit ausgegrenzten Menschen neue Perspektiven zu entwickeln. Sie gibt auch Beispiele für Hilfen, die geleistet werden können. Dazu bedarf es einer guten Vernetzung. Um dies zu vereinfachen, ist eine Liste aller regionalen Diakonischen Werke im Anhang abgedruckt. Kirchengemeinden finden hier fachkundige Ansprechpartner.

Die Broschüre „Armut hat viele Gesichter“ ist beim Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck e. V., Öffentlichkeitsarbeit, Kölnische Straße 136, 34119 Kassel, erhältlich oder kann unter der Telefonnummer 0561/1095-103 bzw. s.koch@dwkw.de  bestellt werden. Die Broschüre steht auch zum download bereit:
Armut hat viele Gesichter (3. Web-Auflage)

Schülerunterstützung startet! Anträge stellen!

[Aktuelle Informationen]

Das Förderprogramm für Schülerinnen und Schüler in der Kirchengemeinde wird auch 2010 durchgeführt. Mehr Infos.... [ Schülerunterstützung ]

Unsere tägliche Sorgen...

Die Tage vor Weihnachten...2008 |  Es melden sich Menschen im Pfarrbüro, die Hunger haben (Montag, 20 Uhr: "Herr Pfarrer?" - "Ja" - "Haben Sie mal 3 Euro für Essen." - "Nein, aber Sie können in 20 Minuten einen Hackbraten bekommen" - "Ja. Danke") oder die kein Geld für den Einkauf vor den Feiertagen haben. Vertrauen uns die Menschen oder nutzen Sie uns aus? Wann immer es möglich ist, gehe ich den Nothilfegesuchen nach. Es gibt bei uns nach einer Festlegung aus dem letzten Jahr kein Geld, aber Hilfe. Essen. Unterkunft. Waschmaschine. Notfalls Fahrdienst oder auch schon mal Benzingeld. (Hier werden sich zwei "deutsche Zigeuner" noch lange ärgern. Denn nach der Bitte und Anfrage bin ich mit zum Tanken mit-gefahren und es gingen gerade mal 5 Liter Treibstoff ins das kleine Automobil ;-) und sie waren doch "ohne" Benzin bei mir vor der Türe gestarndet!
Mit zwei alleinstehenden Frauen (Jahrgang 1956, Diabetis) bin ich für 30 und 50 Euro Lebensmittel Einkaufen gegangen. ("Das Geld reichte einfach hinten und vorne nicht"). Der Jüngeren habe ich angeboten für die Pfarrei die "Sozialministerin" zu machen...

Rothenberg, September 2008 | Manfred, Ende 40, übernachtet jetzt in einem der Gruppen-Zelte, die wir nach unserem Pfarrfest nicht abgebaut haben und die unsere Malteser Jugend aus einem Kassler Kirchenkeller gezerrt haben, weil sie der dortigen Gemeinde im Weg waren. Bis Anfang Oktober muss er bei kühler Witterung aushalten, dann kann er in einen Wohncontainer der Stadt Kassel umziehen. Natürlich ist er fast nur betrunken und nicht gesund... Unsere Pfarrcaritas-Kasse braucht Hilfe!

Sozialticket: Politiker angeschrieben...

Wer schreibt.... bekommt vielleicht noch eine Antwort?! Solidarisch mit der „Initiative für ein Sozialticket in Kassel und Umgebung“ habe ich zwei Politiker angeschrieben, die im Kasseler Norden wohnen und Verantwortung übernommen haben. Leider bislang ohne Antwort!
Mehrfach hatte auch Attac auf die Notwendigkeit für ein Sozialticket in Kassel die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft angesprochen, in Materialien wurden Beispiele, Finanzierbarkeit und Begründungen erläutert. Wie bekannt gibt es bundesweit mindestens schon 24 Städte / Kreise, die aus guten Gründen ein solches Sozialticket eingeführt haben. Auch in Kassel ist ein bezahlbares Angebot des Öffentlichen Nahverkehrs eine von vielen geteilte Forderung. Ich bin der Meinung, dass es an der Zeit ist, ein Sozialticket für Transferleistungsbezieher für 15.- € monatlich im Kassel-Plus-Bereich für 2010/11 probeweise einzuführen, um Personen mit geringem Einkommen Mobilität zu ermöglichen. Pfr. Stefan Krönung | Siehe auch...

Kein Sozialticket für Menschen in Kassel - doch wir geben nicht auf!

Die hohe Verschuldung der Stadt Kassel wird in diesen Tagen Grund genannt, die Benachteiligten der Gesellschaft, Arbeitslose und Bekdürftige nicht durch preisgünstige Nahverkehrsfahrten zu unterstützen.
Die Katholische Kirchengemeinde St. Joseph bedauert das sehr! Die Initiative für ein Sozialticket in Kassel wird unterstützt von Thomas Aleschewsky (Kassel), Veronika Baier (Attac, Kassel), Norbert Domes (Stadtverordneter, Kassel), Bernd Heinicke (Baunatal), Brigitte Schröder (Kasseler Erwerbsloseninitiative KEI) und vielen Gemeinden und Organisationen.
Pfarrer Stefan Krönung, der in den Gemeinden St. Laurentius und St. Joseph mit Unterschriften das Anliegen unterstützt, befürchtet nun, dass hier seine Pfarrcaritas in Zukunft mehr gefragt ist und ruft zu Spenden auf.
SK | 23.10.2008 | www.caritas-kassel.de und http://www.attac-netzwerk.de/kassel/initiative-sozialticket/

Nachtrag:  Insgesamt 57 Kasseler Gruppierungen und Organisationen aus dem kirchlichen und gewerkschaftlichen Bereich fordern die probeweise Einführung eines Sozialtickets für Kassel und haben dafür 7000 Unterschriften gesammelt.
Leider hat auch mir bislang keiner der Politiker geantwortet, die ich im Raum der christlichen Parteien in und um Kassel herum in dieser Angelegenheit geschrieben habe! (22.7.2009KRÖ)

6.11.2009 Nachtrag: http://www.stadt-kassel.de/cms01/aktuelles/presse/index.html

Verein Soziale Hilfe informiert

Die Soziale Hilfe engagiert sich in Kassel seit rund 120 Jahren für Menschen in Not.
Er tritt mit vielen anderen für Sozialticket ein: Link

Wo wir helfen können - Schulranzen kaufen!

Geben Sie uns Geld oder kaufen Sie uns einen neuen Schulranzen und lesen, warum es kein "gebrauchter" sein darf!'
Wenn Kinder am ersten Schultag mit einem gebrauchten Ranzen und nicht den „richtigen“ Schulmaterialien erscheinen, sind sie quasi schon direkt als „Sozialhilfeempfänger“ geoutet. Kinder können untereinander ziemlich unfreundlich sein, wenn es um Äußerlichkeiten geht. Und manche GrundschullehrerInnen sind auch nicht gerade feinfühlig oder hilfreich, wenn sie gleich zu Beginn bemängeln, dass nicht die Pelikan-Wasserfarben gekauft wurden, sondern nur der „billige“ Diskounter-Farbkasten. Monika von der Caritas schreibt: "Wir haben mal ein bisschen herumrecherchiert, was Schulausstattungen so kosten. Das günstige Vorjahresmodell ist mit Glück zwischen 40 und 80 Euro zu kriegen. Wenn´s das mit Mäppchen und Beutel und ergonomisch sein soll, dann sind so zwischen 60 und 100 Euro fällig. Soll es das aktuelle Modell mit Spiderman oder Lilly-Fee sein, ist man mit 150, 160 Euro dabei. Die Listen, die man üblicherweise erhält, auf denen steht, welche Sachen gebraucht werden (Füller, Hefte, Knete,...) und vor allem häufig welche Markenprodukte gewünscht sind, kann man mit 50 bis 150 Euro abarbeiten. Für Familien im SGB II Bezug oder mit geringen Einkommen, ist das oft nicht zu leisten. Und es bleibt ja nicht bei der Erstausstattung. Es werden weitere Kosten für Bücher, Übungshefte, Bastelmaterial, Ausflüge, ... fällig. Wer die Kohle nicht hat, guckt in die Röhre. Chancengleichheit gibt es nicht. Es hängt am Geld, wer welche Chancen hat. Das ganze ist ziemlich idiotisch: dass am ersten Schultag der Markenwahn und die soziale Ungerechtigkeit ihr Hochfest feiern. Es stimmt einiges nicht in unserem (Schul)System. Wir möchten mit unserer Kampagne möglichst vielen Kindern einen guten, motivierenden Start in die wichtige Schulzeit ermöglichen. Keine Ausgrenzung schon am ersten Tag, daher neue Ranzen.
Der zweite Aspekt unserer Aktion dient natürlich auch der Öffentlichkeitsarbeit und richtet sich auf die Besonderheiten des SGB II. In der früheren Sozialhilfe gab es die Möglichkeit, in besonderen Situationen eine einmalige Beihilfe zu beantragen (Einschulung, Waschmaschine kaputt, Wasserrohrbruch, was weiß ich,...). Das ist im SGB II nicht vorgesehen. Vom Arbeitslosengeld II/ ALG II ( auch „Hartz 4“ genannt – was wir vermeiden, da der Herr Hartz ein rechtskräftig verurteilter Gesetzesbrecher ist) sollen alle Aufwendungen für spezielle Situationen angespart werden. Theoretisch ist jeden Monat in den Leistungen ein Ansparbetrag für alles Mögliche enthalten. Praktisch funktioniert das überhaupt nicht. Eine Alleinerziehende erhält 347,- Euro im Monat und max. 278,- Euro fürs Kind je nach Alter zuzüglich der Miete und Heizkosten. Die ca. 150 Euro für die Schulausrüstung sind da ein echter Kraftakt. Und mit Zwillingen kann man gleich Insolvenz beantragen. Wer jetzt schlauerweise sagt „Ja, dafür gibt’s schließlich Kindergeld!“, dem sei gesagt, dass das Kindergeld voll angerechnet wird. Will sagen, das Kindergeld wird als Einkommen gegen den Bedarf berechnet und entsprechend weniger Sozialhilfe gezahlt. Bringt also mal gerade gar nichts. Wir haben immer wieder den Eindruck, dass das SGB II so allerlei böse Unzulänglichkeiten beinhaltet. Was mich aber wirklich aufregt, ist die Tatsache, dass es immer mehr Leute gibt, die zum Teil sogar zwei Jobs machen und von ihrem „Lohn“ nicht leben können und ergänzend Sozialhilfe benötigen. Da gibt es eine Menge Leute und Firmen, die von der Ausbeutung der billigen Arbeitskraft der Menschen profitieren. Und unser Staat subventioniert das durch stillschweigende Toleranz und ergänzende Leistungen. Ich meinen Augen ist das eine Sauerei."

Armut in einem reichen Land

In der Bundesrepublik Deutschland leben immer mehr Menschen in Armut. Besonders in den vergangenen 20 Jahren haben Verarmung, Überschuldung und Ausgrenzung vieler Haushalte zugenommen. Schon 13 Prozent der westdeutschen und 11,5 Prozent der ostdeutschen Bevölkerung leben heute in Armut, die daher nicht mehr als ein Randgruppenphänomen betrachtet werden kann. Betroffen sind vor allem Kinder, Alleinerziehende, kinderreiche Familien und ältere Alleinstehende
Armut in Deutschland ist Armut in einem reichen Land. Sie ist nicht vergleichbar mit dem Los der Ärmsten der Armen in Bangladesh oder in anderen Elendsvierteln. Wer hier von Armut rede, müsse auch von Reichtum reden, mahnten die beiden großen Kirchen 1997 in ihrem ”Sozialwort”. Etwa zehn Prozent der reichsten Haushalte verfügen über mehr als die Hälfte des gesamten Volksvermögens. Fast 14 Prozent der Bevölkerung leben an oder bereits unterhalb der Armutsschwelle. Absurden Manager-Gehältern stehen immer mehr Niedriglöhne gegenüber, die nicht einmal mehr das gesetzliche Existenzminimum erzielen. Der erfreuliche Rückgang der Arbeitslosigkeit hat die ”tiefen Risse” in unserer Gesellschaft, von denen in diesem ökumenischen Kirchenwort die Rede war, keineswegs zugeschüttet. Die Spaltung hat sich eher noch vertieft. Armut aber gefährdet den sozialen Frieden.

Link: Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit Wort des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Deutschland (1997)

Probleme nicht schön reden

Diebe stahlen kupfernes Fallrohr am katholischen Gemeindehaus in Rothenditmold  

Einen ungewöhnlichen Diebstahl am Gemeindehaus der Pfarrei St. Joseph in Kassel-Rothenditmold haben Pfarrer Stefan Krönung und Mitglieder des Verwaltungsrates der katholischen Gemeinde festgestellt: „Dreiste Diebe haben unser kupfernes Fallrohr gestohlen“, sagt Pfarrer Krönung. „Beim Diebstahl wurde der aufwendig in die Architektur integrierte Abfluss in Höhe des Daches schwer beschädigt und musste wieder instand gesetzt werden“, so Krönung weiter. Die Gemeinde hat bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Die Kosten für den inzwischen wieder behobenen Schaden können noch nicht beziffert werden.   Nach zwei vorangegangenen Einbruchversuchen im Gemeindehaus und in der Kirche, bei dem sehr professionell die Zylinder aufgebohrt worden sei, sieht der 42-jährige katholische Priester, der seit August 2007 Pfarrer auf dem Rothenberg ist, hinter diesen Straftaten massive Probleme in seinem Stadtteil. 27 Prozent der Menschen, die in Rothenditmold leben, seien arbeitslos und bei den Jugendlichen gebe es eine höhere Gewaltrate als in anderen Stadtteilen. Diese, bei der letzten Bürgerversammlung zur Sprache gekommenen Fakten, müssten „für die Politiker und die Verwaltung, für die, die in Rothenditmold selber und für diesen Stadtteil Verantwortung tragen, bedeuten, dass wir alle unsere Verantwortung noch ernster nehmen müssen“, erklärt Krönung. „Es gibt hier nichts schön zu reden, es muss gehandelt werden“.   Krönung appelliert aber nicht nur an die Verantwortungsträger in Politik und Verwaltung. Auch die Bürger sollten aufmerksamer und weniger gleichgültig sein, fordert der engagierte Seelsorger. Courage, der wachsame Blick, das offene Ohr seien gefragt, um der Polizei die Ermittlungsarbeit zu erleichtern. „Liebe Leute, seid bitte aufmerksam und meldet Diebstahl oder Sachbeschädigung der Polizei. Denn, erst sind es ‚nur’ die Kirchen, dann vielleicht andere wichtige Einrichtungen, die beschädigt werden oder in die eingebrochen wird“. Letztlich koste die Reparatur die Kirche Geld, „das sie doch besser für gesundes Essen im Kindergarten oder für soziale Projekte ausgeben sollte“, erklärt Krönung. (wer / 8. Februar 2008)

Aus dem Internet:
kalli1411 schrieb am 11.02.2008 um 21:56:40 "Was unternimmt die Katholische Gemeinde gegen die sozialen Probleme in Rothenditmold? Gibt es Jugendgruppen damit die Jugendlichen erst gar nicht auf solche Gedanken kommen ? Haben Sie probiert auch schwierige Kinder/Jugendliche von der Strasse zu Holen?"

Kinder- und Jugenarbeit

Was tut sich das im Pastoralverbund Kassel-Mitte?! Anfang Februar traf sich eine Vorbereitungsgruppe zur Vorbereitung auf das Stadtspiel "Mister X". - Nächste Etappe ist ein gemeinsamer Spielenachmittag: Wir spielen an Tischen mit Gemeindehaus von St. Jospeh "Mister X" ... ab 14.30 am Sonntag 27.4.08 - > danach planen wir, wie wir das ganze verändern, um es live und in Farbe in ganz Kassel in Kleingruppen zu spielen. - Vorbereitungsrunde 17:30 Uhr.
Weitere Infos folgen! Bitte Termin an Verantwortliche für Jugendarbeit im Pastoralverbund weiterleiten.
SK | 02.02.2008 | www.jubiref.de | Mister X in Kassel

Hilfstransporte werden vorbereitet

Ende April 2008 kamen wir von Bosnien zurück. Wir sammeln auch weiterhin auf dem Rothenberg gut erhaltene Gebrauchtkleider für humanitäre Aktionen.
Mehr unter: Osteuropahilfe... oder www.malteser-kassel-auslandsdienst.de
SK | 13.04.2008 | Osteuropahilfe