Gebet:
Gott, Du hast Menschen dazu berufen, ihre Heimat zu verlassen, um das Evangelium zu verkünden und deine Wahrheit und Liebe zu bezeugen. In der Kraft des Heiligen Geistes hast Du sie gestärkt, Verfolgung und Entbehrung zu ertragen und bis zur Hingabe ihres Lebens Zeugnis abzulegen. Auf die Fürsprache von Bruder Arkadius Maria Spieker und seiner Gefährten bitten wir dich um die Gnade, deinem Sohn Jesus Christus nachzufolgen, damit wir so das Ziel unseres Lebens in der Herrlichkeit des Himmels erlangen. Durch Christus, unseren Herrn. Amen.
Stationen seines Lebens
Bruder Arkadius Maria (Wilhelm) Spieker FSC
* 10. November 1910 Kassel
Taufe: 13. November 1910, St. Joseph
+ 12. Februar 1945 Manila/Philippinen, Kapelle St. Joseph
Die Kirche hat Bruder Arkadius in das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts aufgenommen
im Auftrag des Papstes.
Der Arkadiustag in Kassel
Wir haben 2010 begonnen, den Arkadiustag zur Erinnerung
an einen tapferen Mann aus Rothenditmold jährlich zu begehen!
Menschen aus Nah und Fern waren 2010 gekommen, um den 65.
Todestag des Märtyrers und Glaubenszeugen zu begehen.
Verwandte und Familienmitglieder konnten wir neben
kirchlichen Würdenträgern unter den Ehrengästen begrüßen.
"Sehr geehrter Herr Pfarrer Krönung,
wir haben uns sehr gefreut, dass wir am vergangenen Sonntag am Festgottesdienst
(...) teilnehmen durften. Wir danken Ihnen für Ihr Engagement, mit dem Sie das Lebenswerk von „unser aller“ Bruder-Arkadius-Maria (Willi) Spieker anerkannt und ihm in einem sehr beeindruckenden Rahmen Ehre erwiesen haben.
Im Namen aller Mitglieder unserer Familien bedanken wir uns bei Ihnen und freuen uns, dass wir auf dem Rothenberg ein neues Zuhause haben, dem wir uns verbunden fühlen."
Katholische deutsche Märtyrer des 20. Jahrhunderts
"Die katholische Kirche braucht sich ihres Weges durch die Bedrängnisse des 20. Jahrhunderts nicht zu schämen. Gläubige Menschen jeden Alters, Frauen und Männer jeder sozialen Herkunft und in den unterschiedlichsten Situationen, sind für den Herrn und seine Kirche eingetreten, sei es gelegen oder ungelegen (vgl. 2 Tim 4,2).
Für die meisten war es ungelegen, denn sie haben damit Familie, berufliche Vorteile, Karriere, Zukunftschancen usw., etwa auch ihrer Kinder und Angehörigen aus Treue zu Jesus Christus und seinem Evangelium aufs Spiel gesetzt."
Deutsche Bischofskonferenz 1999
100 Jahre Kirchengeschichte
im Internet
Unsere Pfarrchronik (100 Jahre St. Joseph) liegt hier für
Sie zum Download (PDF, 42443,73KB) bereit.
Arkadiustag 2010
Herzlichen Dank an alle Helfer, Gäste, Freunde, Wohltäter für einen gelungenen Tag auf dem Rothenberg in Kassel! (Fotos: A. Spieker, Paderborn)



Bruder Arkadius:
Gottesdienst und „Fest der Völker“ am
Sonntag auf dem Rothenberg
Kassel.
Sie
waren alle da... Geschwister und Verwandte von "Onkel Willi",
unserem Bruder Arkadius Spieker, Christen von den
Philippienen, aus der Gemeinde St. Joseph, Prälat Alois Lang
und Pfr. Winfried Bittner am Sonntag, 21. Februar 2010. Wir
konnten uns miteinander in der Pfarrgemeinde St. Joseph an Wilhelm Spieker
(Bruder Arkadius) aus Rothenditmold
erinnern. An der Orgel Michael Stanzel und der Pagpupuru-Chor der philippinischen Gemeinschaft
feierten um 10 Uhr Gottesdienst mit 400 Menschen.
Wilhelm Spieker kam als Schulbruder Arkadius Maria Spieker mit Beginn des zweiten Weltkrieges nach Manila auf den Philippinen, wo er als geschätzter Lehrer und „Apostel des Katechismus“ segensreich wirkte. Vor seiner grausamen Ermordung mit Mitbrüdern und vielen Zivilisten durch die Japaner beim "Massaker von Manila" am 12. Februar 1945 betete er noch für seine Mörder. Wilhelm Spieker, am 10. November 1910 in Kassel geboren und drei Tage später ins St. Joseph getauft, wurde tiefgläubig erzogen. Für Katholiken ist Bruder Arkadius ein Glaubenszeuge und Märtyrer. Im Anschluss an den Gottesdienst lädt die Pfarrgemeinde zur Begegnung ein. „Wir feiern ein Fest der Völker auf dem Rothenberg", freut sich Pfarrer Stefan Krönung.
Beauftragter des Bischofs für die Glaubenszeugen
Pfarrer W. Bittner, Beauftragter für die Glaubenszeugen des Bistums
Fulda kommt am 21.02.2010 nach St. Joseph zum Arkadiustag mit Grüßen des Bischofs, der die Gemeinde in der Diapsora herzlich
grüßt und dem Gedenktag Gottes Segen und einen guten Verlauf wünscht: Möge das Beispiel des Bruder Arakdius alle Gläubigen
auch heute in ihrem christliche Leben und zum Glaubenzeugnis stärken.
Infolink http://is.gd/8HWlg
Pfarrei St. Joseph erinnert an Rothenditmolder Ordensbruder und Glaubenszeugen
Die Lebensgeschichte des Wilhelm Spieker, der am 10.
November 1910 als Eisenbahnersohn geboren wurde, am 13.
November 1910 in der neu errichteten Pfarrkirche St. Joseph
in Rothenditmold getauft wurde und als Bruder Arkadius Maria
bei einem Massaker in Asien am 12. Februar 1945 in Manila
ums Leben kam, ist Teil eines Gedächtnisgottesdienstes der
Pfarrei St. Joseph am kommenden Freitag, 13. November, 18
Uhr in der Kirche, Marburger Straße 87. In der Messfeier
erinnert Pfarrer Stefan Krönung an den Glaubenszeugen aus
Kassel, der 2010 seinen 100. Geburtstag feiert.
Da er sich für die Mission entschieden hatte, wurde Br. Arkadius Maria in die Ordensprovinz
Penang versetzt.
Dort erhielt er zunächst eine englische Lehrausbildung und unterrichtete dann in den unteren Klassen. Wegen Ausbruch des Zweiten Weltkrieges kam er nach Manila ins
Kolleg De La Salle.
Aufgrund seiner guten englischen Sprachkenntnisse konnte er die Studenten des ersten Semesters unterrichten. Zusätzlich hatte er noch Stunden in der Oberschule.
Er hatte eine besondere Andacht zur Königin des Himmels, deren Namen er trug.
Hervorragende Eigenschaften waren seine Aufrichtigkeit und sein Ernst. In seinen Bemühungen um Vollkommenheit schloß er das religiöse Leben, das Gemeinschaftsleben und den Unterricht mit ein.
Er war ein ausgezeichneter Mitbruder in seiner Gemeinschaft; denn er war sehr gewissenhaft, liebenswürdig, hilfsbereit und zuvorkommend.
Als Lehrer und „Apostel des Katechismus“ besaß er großen Einfluß auf die Schüler, die ihn schätzten und liebten.
Einzelheiten über seine letzten Stunden gibt es nur wenige. Er wurde im Kellerflur von einem Japaner mit dem Bajonett brutal
zusammengeschlagen, so dass sein Hirn sichtbar wurde. Der Hausgeistliche, P.Cosgrave, spendete ihm noch die Krankensalbung. Er bezeugte, dass er den Bruder noch für seine Mörder beten hörte, so wie es einst Stephanus tat. (vgl. Apg 7,60). Fast zwei Tage siechte er dahin und musste fürchterliche Qualen ausgestanden haben, bis er endlich von seinem Leiden erlöst wurde.
Er starb im 35. Lebensjahr, im 18. Jahr seines Ordenslebens und im 10. Jahr seiner ewigen Profeß."
(Quelle: Moll, Helmut (2000): Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts; Band 1-2.,
1. Aufl. Parderborn: Schöningh.)
Ist Bruder Arkadius Maria schon ein Heiliger?
Er ist verzeichnet im "Deutschen Martyriologium", das von Prälat Moll
herausgegeben worden ist. Dort sind
alle Deutschen erfasst, die um des Glaubens willen einen gewaltsamen Tod
erlitten haben, auch wenn sie nicht als Selig- oder Heiliggesprochene
liturgisch gefeiert werden.
Mit diesen allen gehört Br. Arkadius Maria zur großen Schar der Heiligen, die
niemand zählen kann, und die die Zahl der kanonisch Heiliggesprochenen weit
übersteigt.
Pfr. Winfried Bittner, der im Bistum Fulda offiziell der Verantwortliche für die Glaubenszeugen
ist, unterstützt uns, damit wir in gebührender Weise unseren
Glaubenszeugen aus Rothenditmold in Erinnerung behalten
können.
Zeugnisse, Gebetserhörungen und weitere Nachrichten zu Br. Arkadius Maria bitten wir uns mitzuteilen: Pfarramt St. Joseph, Marbuger Str. 87, 34127 Kassel
Wer war der Namenspatron Arcadius in der Heiligengeschichte?
Der hl. Arkadius war nach den Acten, die bei den Bollandisten mitgetheilt werden, aus Achaia, nach Andern aber, denen unsere Gewährsmänner beistimmen, aus Mauritanien gebürtig, wo er auch, und zwar zu Cäsarea, gemartert wurde. Mehr lesen...
Förderverein zu Unterstützung der Kinder-, Jugend- und Sozialarbeit gegründet
Am Pfarrfest 2009 gründeten Gemeindeglieder und Freunde in St. Joseph den Förderkreis "Brunder-Arkadius-Verein".

