Pfr. Stefan Krönung und PGR-Sprecher Michael Bremer bei der  Eröffnung des Arkadius Tages 21.02.2010

Gebet:

Gott, Du hast Menschen dazu berufen, ihre Heimat zu verlassen, um das Evangelium zu verkünden und deine Wahrheit und Liebe zu bezeugen. In der Kraft des Heiligen Geistes hast Du sie gestärkt, Verfolgung und Entbehrung zu ertragen und bis zur Hingabe ihres Lebens Zeugnis abzulegen. Auf die Fürsprache von Bruder Arkadius Maria Spieker und seiner Gefährten bitten wir dich um die Gnade, deinem Sohn Jesus Christus nachzufolgen, damit wir so das Ziel unseres Lebens in der Herrlichkeit des Himmels erlangen. Durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Stationen seines Lebens

Bruder Arkadius Maria (Wilhelm) Spieker FSC
* 10. November 1910 Kassel
Taufe: 13. November 1910, St. Joseph
+ 12. Februar 1945 Manila/Philippinen, Kapelle St. Joseph

Die Kirche hat Bruder Arkadius in das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts aufgenommen im Auftrag des Papstes.

Der Arkadiustag in Kassel

Wir haben 2010 begonnen, den Arkadiustag zur Erinnerung an einen tapferen Mann aus Rothenditmold jährlich zu begehen! Menschen aus Nah und Fern waren 2010 gekommen, um den 65. Todestag des Märtyrers und Glaubenszeugen zu begehen. Verwandte und Familienmitglieder konnten wir neben kirchlichen Würdenträgern unter den Ehrengästen begrüßen.
"Sehr geehrter Herr Pfarrer Krönung, wir haben uns sehr gefreut, dass wir am vergangenen Sonntag am Festgottesdienst (...) teilnehmen durften. Wir danken Ihnen für Ihr Engagement, mit dem Sie das Lebenswerk von „unser aller“ Bruder-Arkadius-Maria (Willi) Spieker anerkannt und ihm in einem sehr beeindruckenden Rahmen Ehre erwiesen haben. Im Namen aller Mitglieder unserer Familien bedanken wir uns bei Ihnen und freuen uns, dass wir auf dem Rothenberg ein neues Zuhause haben, dem wir uns verbunden fühlen."

Katholische deutsche Märtyrer des 20. Jahrhunderts

"Die katholische Kirche braucht sich ihres Weges durch die Bedrängnisse des 20. Jahrhunderts nicht zu schämen. Gläubige Menschen jeden Alters, Frauen und Männer jeder sozialen Herkunft und in den unterschiedlichsten Situationen, sind für den Herrn und seine Kirche eingetreten, sei es gelegen oder ungelegen (vgl. 2 Tim 4,2).
Für die meisten war es ungelegen, denn sie haben damit Familie, berufliche Vorteile, Karriere, Zukunftschancen usw., etwa auch ihrer Kinder und Angehörigen aus Treue zu Jesus Christus und seinem Evangelium aufs Spiel gesetzt."
Deutsche Bischofskonferenz 1999

100 Jahre Kirchengeschichte
im Internet

Unsere Pfarrchronik (100 Jahre St. Joseph) liegt hier für Sie zum Download  (PDF, 42443,73KB) bereit.



 

Arkadiustag 2010

Herzlichen Dank an alle Helfer, Gäste, Freunde, Wohltäter für einen gelungenen Tag auf dem Rothenberg in Kassel! (Fotos: A. Spieker, Paderborn)

Liturgischer Auszug am Ende des Festgottesdienstes zu Ehren des Glaubenszeugen Bruder Arkadius: Diakon Martin Gerstel, Pfarrer Winfried Bittner, Prälat Alois Lang, Pfarrer Stefan Krönung 21.02.2010Geschwister des Glaubenszeugen Bruder Arkadius Spieker (1910-1945) halten ein Ölbild des Märtyrers mit Pfarrer Stefan KrönungChor der philippinischen Gemeinschaft am Arkadius-Tag 2010 in Kassel-Rothenditmold

Bruder Arkadius:
Gottesdienst und „Fest der Völker“ am Sonntag auf dem Rothenberg Kassel.

Sie waren alle da... Geschwister und Verwandte von "Onkel Willi", unserem Bruder Arkadius Spieker, Christen von den Philippienen, aus der Gemeinde St. Joseph, Prälat Alois Lang und Pfr. Winfried Bittner am Sonntag, 21. Februar 2010. Wir konnten uns miteinander in der Pfarrgemeinde St. Joseph an  Wilhelm Spieker (Bruder Arkadius) aus Rothenditmold erinnern. An der Orgel Michael Stanzel und der  Pagpupuru-Chor der philippinischen Gemeinschaft feierten um 10 Uhr Gottesdienst mit 400 Menschen.

Wilhelm Spieker kam als Schulbruder Arkadius Maria Spieker mit Beginn des zweiten Weltkrieges nach Manila auf den Philippinen, wo er als geschätzter Lehrer und „Apostel des Katechismus“ segensreich wirkte. Vor seiner grausamen Ermordung mit Mitbrüdern und vielen Zivilisten durch die Japaner beim "Massaker von Manila" am 12. Februar 1945 betete er noch für seine Mörder. Wilhelm Spieker, am 10. November 1910 in Kassel geboren und drei Tage später ins St. Joseph getauft, wurde tiefgläubig erzogen. Für Katholiken ist Bruder Arkadius ein Glaubenszeuge und Märtyrer. Im Anschluss an den Gottesdienst lädt die Pfarrgemeinde zur Begegnung ein. „Wir feiern ein Fest der Völker auf dem Rothenberg", freut sich Pfarrer Stefan Krönung.

Beauftragter des Bischofs für die Glaubenszeugen

Pfarrer W. Bittner, Beauftragter für die Glaubenszeugen des Bistums Fulda kommt am 21.02.2010  nach St. Joseph zum Arkadiustag mit Grüßen des Bischofs, der die Gemeinde in der Diapsora herzlich grüßt und dem Gedenktag Gottes Segen und einen guten Verlauf wünscht: Möge das Beispiel des Bruder Arakdius alle Gläubigen auch heute in ihrem christliche Leben und zum Glaubenzeugnis stärken.

Infolink http://is.gd/8HWlg

Pfarrei St. Joseph erinnert an Rothenditmolder Ordensbruder und Glaubenszeugen

Gedenktafel auf dem Rothenberg: Bruder Arkadius Spieker, Kassel - Zeuge des Glaubens 1910-1945Die Lebensgeschichte des Wilhelm Spieker, der am 10. November 1910 als Eisenbahnersohn geboren wurde, am 13. November 1910 in der neu errichteten Pfarrkirche St. Joseph in Rothenditmold getauft wurde und als Bruder Arkadius Maria bei einem Massaker in Asien am 12. Februar 1945 in Manila ums Leben kam, ist Teil eines Gedächtnisgottesdienstes der Pfarrei St. Joseph am kommenden Freitag, 13. November, 18 Uhr in der Kirche, Marburger Straße 87. In der Messfeier erinnert Pfarrer Stefan Krönung an den Glaubenszeugen aus Kassel, der 2010 seinen 100. Geburtstag feiert.

Da er sich für die Mission entschieden hatte, wurde Br. Arkadius Maria in die Ordensprovinz Penang versetzt.
Dort erhielt er zunächst eine englische Lehrausbildung und unterrichtete dann in den unteren Klassen. Wegen Ausbruch des Zweiten Weltkrieges kam er nach Manila ins Kolleg De La Salle.

Aufgrund seiner guten englischen Sprachkenntnisse konnte er die Studenten des ersten Semesters unterrichten. Zusätzlich hatte er noch Stunden in der Oberschule.

Er hatte eine besondere Andacht zur Königin des Himmels, deren Namen er trug.

Hervorragende Eigenschaften waren seine Aufrichtigkeit und sein Ernst. In seinen Bemühungen um Vollkommenheit schloß er das religiöse Leben, das Gemeinschaftsleben und den Unterricht mit ein. Er war ein ausgezeichneter Mitbruder in seiner Gemeinschaft; denn er war sehr gewissenhaft, liebenswürdig, hilfsbereit und zuvorkommend.
Als Lehrer und „Apostel des Katechismus“ besaß er großen Einfluß auf die Schüler, die ihn schätzten und liebten.
Einzelheiten über seine letzten Stunden gibt es nur wenige. Er wurde im Kellerflur von einem Japaner mit dem Bajonett brutal zusammengeschlagen, so dass sein Hirn sichtbar wurde. Der Hausgeistliche, P.Cosgrave, spendete ihm noch die Krankensalbung. Er bezeugte, dass er den Bruder noch für seine Mörder beten hörte, so wie es einst Stephanus tat. (vgl. Apg 7,60). Fast zwei Tage siechte er dahin und musste fürchterliche Qualen ausgestanden haben, bis er endlich von seinem Leiden erlöst wurde.
Er starb im 35. Lebensjahr, im 18. Jahr seines Ordenslebens und im 10. Jahr seiner ewigen Profeß."

(Quelle: Moll, Helmut (2000): Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts; Band 1-2.,  1. Aufl. Parderborn: Schöningh.)

Ist Bruder Arkadius Maria schon ein Heiliger?

Er ist verzeichnet im "Deutschen Martyriologium", das von Prälat Moll herausgegeben worden ist. Dort sind alle Deutschen erfasst, die um des Glaubens willen einen gewaltsamen Tod erlitten haben, auch wenn sie nicht als Selig- oder Heiliggesprochene liturgisch gefeiert werden.
Mit diesen allen gehört Br. Arkadius Maria zur großen Schar der Heiligen, die niemand zählen kann, und die die Zahl der kanonisch Heiliggesprochenen weit übersteigt.
Pfr. Winfried Bittner, der im Bistum Fulda offiziell der Verantwortliche für die Glaubenszeugen ist, unterstützt uns, damit wir in gebührender Weise unseren Glaubenszeugen aus Rothenditmold in Erinnerung behalten können.

Zeugnisse, Gebetserhörungen und weitere Nachrichten zu Br. Arkadius Maria bitten wir uns mitzuteilen: Pfarramt St. Joseph, Marbuger Str. 87, 34127 Kassel

Wer war der Namenspatron Arcadius in der Heiligengeschichte?

Der hl. Arkadius war nach den Acten, die bei den Bollandisten mitgetheilt werden, aus Achaia, nach Andern aber, denen unsere Gewährsmänner beistimmen, aus Mauritanien gebürtig, wo er auch, und zwar zu Cäsarea, gemartert wurde. Mehr lesen...

Förderverein zu Unterstützung der Kinder-, Jugend- und Sozialarbeit gegründet

Am Pfarrfest 2009 gründeten Gemeindeglieder und Freunde in St. Joseph den Förderkreis "Brunder-Arkadius-Verein".