• Die Schulbrüder heute: http://www.lasalle.org/
     
  • Weitere Informationen über Bruder Arkadius Maria Spieker sammelt dankenswerterweise auch  Erhard Heidrich (0049.0561.22197) [ e.heidrich|x|t-online.de ], der seine Kindheit auf dem Rothenberg verbracht hat.
     
  • Stationen seines Lebens

    Bruder Arkadius Maria (Wilhelm) Spieker FSC
    * 10. November 1910 Kassel
    Taufe: 13. November 1910, St. Joseph
    + 12. Februar 1945 Manila/Philippinen, Kapelle St. Joseph. Er starb im 35. Lebensjahr, im 18. Jahr seines Ordenslebens und im 10. Jahr seiner ewigen Profeß.

     

    DEUTSCHLAND

    Kassel, St. Joseph
    Schwarzwald
    Bonn

    Katholische deutsche Märtyrer des 20. Jahrhunderts

    "Die katholische Kirche braucht sich ihres Weges durch die Bedrängnisse des 20. Jahrhunderts nicht zu schämen. Gläubige Menschen jeden Alters, Frauen und Männer jeder sozialen Herkunft und in den unterschiedlichsten Situationen, sind für den Herrn und seine Kirche eingetreten, sei es gelegen oder ungelegen (vgl. 2 Tim 4,2).
    Für die meisten war es ungelegen, denn sie haben damit Familie, berufliche Vorteile, Karriere, Zukunftschancen usw., etwa auch ihrer Kinder und Angehörigen aus Treue zu Jesus Christus und seinem Evangelium aufs Spiel gesetzt."
    Deutsche Bischofskonferenz 1999

    100 Jahre Kirchengeschichte
    im Internet

    Unsere Pfarrchronik (100 Jahre St. Joseph) liegt hier für Sie zum Download  (PDF, 42443,73KB) bereit.



     

    Spurensuche in Rothenditmold

    Märtyrer Br. Arkadius Maria (1910-1945)

    Der "Zeuge des Glaubens" Br. Arkadius Maria  wurde als 2. Kind mit Namen Wilhelm Spieker als Sohn eines "Lok-Hilfsheizers" in der "Wolfhager Str. 97" am 10. November 1910 in Rothenditmold geboren und 3 Tage später in der "Josefsk." auf dem Rothenberg getauft.

    Im Band 1 (1900-1935) findet sich der folgende Eintrag:


    Leider sind kein weiteren Hinweise auf seine religiöse Biographie dort verzeichnet und es finden sich keine Akten und Notizen im Pfarrarchiv.

    Das Haus Nr. 97 ist im Krieg zerstört worden. Das Haus steht in der Nähe der Mombachbrücke und ist nur wenige Fußminuten vom Hauptbahnhof in Kassel und zum "Unterneustadtbahnhof" enfernt
    Eine Foto aus dem Jahr 2009 zeigt die Ansicht der "Wolfhager Str." so (Das Nachbarhaus rechts Nr. 99 hat vielleicht noch das Aussehen aus damaliger Zeit?):


    Haus Kassel, Wolfhager Str. 97 (2009)

     

     

     

     




    Die Häuser liegen ebenfalls unweit des ehemaligen Werks "Henschel-Rothenditmold". Auch das Bahnbetriebswerk "Kassel-Dreieck", das seit Erweiterung des Hauptbahnhofs 1852 in der Nähe ab 1900 entstand und für Instandsetzung und Wartung und Beheimatung von Loks gebaut wurde, hätte einen Arbeitsplatz für den Familienvater Spieker sein können.
    Die Chronik von Rothenditmold (1906-2006), die unsere Familie Spieker nicht kennt, führt dazu  aus (S.9): "....Züge wurden den so genannten Lokbehandlungsanlagen zugeführt. Man fuhr zunächst über die Ausschlackgruben. Rußgeschwärzte Männer haben hier die Feuerkisten entschlackt und Rauchkammern gereinigt. Der Lokführer hat mit seinem Heizer die großen Wasserkräne geschwenkt und den Tender gefüllt sowie Sand ergänzt. Dann ging es weiter unter die Bekohlungsanlage. Hier wurden über Kohlenkran und Trichter die Tender vollgepackt mit Kohle.
    Die Arbeitsleistung des Heizers auf so einer Fahrt war 5-7 t Kohle zu schippen. (...)."

    Die Familie Spieker zog später mit der Beförderung des Vaters zum Eisenbahnknotenpunkt Warburg.

    Als Schulbruder starb Bruder Arkadius Spieker  FSC eines grausamen Todes in Manila als Martyrer und betete für seine Peiniger, wie glaubhaft überliefert wird.
    Sein Todestag ist Sonntag, 12. Februar 1945.

    Im Pfarrhaus auf dem Rothenberg war er nicht bekannt, in den Häusern von Rothenditmold leider schon fast vergessen.
    Einem Hinweis eines alten "Rothenbergers" verdanken wir die Erinnerung an einen mutigen jungen Mann aus unserem Stadtteil, dem wir weiter nachgehen wollen und müssen! Sein Vorbild lehre uns, und seine Fürsprache helfe uns, Gott und den Menschen zu dienen.


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    Hintergrund:

    Zahlreiche Ordensmänner aus den Missionsorden haben im letzten Jahrhundert einen hohen Blutzoll: die Herz-Jesu-Missionare, die Missionsbenediktiner, die Steyler Missionare, die Schulbrüder der Christlichen Schulen, die Jesuiten, die Mariannhiller Missionare und die Salesianer Don Boscos.