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    Keine Antwort bislang von der Kasseler Fernwärme. Mitte Januar 2009 hatte ich wissen wollen: "Für unsere Kita auf dem Rothenberg (Marburger Str. 87) steht eine neue Heizanalage an! Meine Fragen - die auch unser Pfarrhaus, das Gemeindehaus und eben den Kindergarten und vielleicht sogar die große St. Josephskirche betreffen: Ist eine Weiterplanung des Fernwärmenetzes bis auf den Rothenberg angedacht und bis wann etwa ist das in Sicht?!" 

    Diskussion:
    Wieviel Wärme hat das Marienkrankenhaus übrig und gibt es für eine Möglichkeit, dort anzudocken?!

    Pfarrhaus St. Joseph:
    Heizung ist dringend zu erneuern!
    Gas? Pellets? -> Brennwertgerät und Erneuerung der Heizkörper, Sommer 2010 (10.000  Euro)

    Gemeindehaus St. Joseph
    Energetische Sanierung hängt vom Nutzungskonzept ab

    Kindertagesstätte von 1966:
    Energetische Sanierung in Planung und Erneuerung der Heizungsanlage dringend.

    Link:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Nahw%C3%A4rme
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    Erste Tonne CO2 auf dem Rothenberg zukünftig eingespart

    Im Januar 2009 haben wir im großen Kirchenraum 176 Glühbirnen ausgetauscht und durch Energiesparlampen ersetzt: "Da wir in den meisten Gottesdiensten nur ca. 100 Lampen geschaltet haben beläuft sich die Energieeinsparung auf 1326 KWH dies entspricht 0,928 t CO2 im Jahr" hat bereits Rainer Krumm, Verwaltungsratsmitglied und Mitgründer des Arbeitskreises AKU in Sankt Joseph ausgerechnet. Pfarrer Krönung freut sich im Hinblick auf den Auftrag der Schöpfungsbewahrung darüber: "Unser Gotteshaus spart zukünftig die erste Tonne CO2 ein. Für uns ist das nur ein kleiner Schritt auf dem Weg zur weiteren Maßnahmen und Aktivitäten im Bereich des kirchlichen Umweltschutzes. Jetzt schauen wir auf unseren Kindergarten, unser Pfarrhaus und die Gemeindehaus. Die Zukunft der Pfarrei soll im "grünen Bereich" liegen. Vielleicht können wir auch ein Umweltzertifikat erreichen."
     

    Kassler Strom ist umweltfreundlich

    Kassel ist die erste deutsche Großstadt, in der alle Haushalte mit umweltfreundlichem Strom beliefert werden, der mit Wasserkraft aus Skandinavien hergestellt wird. Die Stadtwerke versprechen: "Ihr Strom kommt zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen."

    Allein es fehlt der Glaube und der Nachweis  und der Vorwurf lautet auf "Greenwashing". (Kritik)

    Skizzen zu unseren weiteren Plänen

    Als Kirchengemeinden mit unseren Einrichtungen wollen wir ein Umweltmanagement als Standard einführen und wenn möglich auf erneuerbare Energien umstellen. Wir prüfen ob solarthermische oder photovoltaische Anlagen installiert werden können und versuchen mit Hilfe eines Energieberaters Emissions- und Kosteneinsparungen zu erreichen.
    Bei der Sanierung unserer alten Gebäude wollen wir die Energieeffizienz anwenden, ein ökologisches Wirtschaften erzielen und Umwelt-Projekte vor allem in unserer Kindertagesstätte St. Joseph durchführen.
    Die Arbeit und Unterstützung durch die Umweltbeauftragte des Bistums ist uns Hilfe und Ermutigung.
    Wir wissen, dass weitere Anstrengungen in diese Richtung erforderlich sind. Deswegen bringen wir unsere Erfahrungen und Initiativen in die Gremien und Verbünde der Kasseler Kirchengemeinden ein.
    Wir brauchen aber noch klare Signale und Ermutigung durch die Verantwortlichen und werden ohne finanzielle Unterstützung seitens der Bistumsleitung nicht viel ausrichten können.
    Kassel, 01.02.2009 SK

    Sommer 2010: Neue Heizung mit Bistumsunterstützung

    ... Berichte folgt...

    Sommer 2011: Erneuerung der Dachfenster

    Energieberatungsbericht Pfarrhaus St. Joseph 2009

    Die Menschen, die auf dem Rothenberg wohnen sind sparsam - vielleicht auch geizig. Schon der Verbrauchsnachweis im Energieausweis der Fa. Brunata hatte uns im grünen Bereich vermutet und hatte uns den relativ guten Energieverbrauchskennwert von 133 zuerkannt. Das konnte das neuere Ingenieurpapier vom 22.01.2009 erwartungsgemäß nicht bestätigen und vergab eine 209, wobei die Gebäudehülle im grünen Bereich ist, die Anlagentechnik eine mittlere Katastrophe und unsere Umweltwirkung, wobei eher von Schädigung zu sprechen ist, im "höheren niedrigeren" Bereich liegt. Wir können also dem "Aschermittwoch" und dem Ruf zur Umkehr und Besserung des Lebens voller Vertrauen und mit Hoffnung entgegensehen. Die nächsten 10 t CO2 Umweltentlastung könnten wir so leicht schaffen! Viele spannende Details sind hier zusammengetragen worden und können bei Bedarf ausführlicher vorgestellt werden. Sinnvolle Sanierungsvorschläge betreffen den Austausch der (ur)alten Heizung, wobei wir Berechnungen vorliegen haben für eine herkömmliche Brennwerttechnologie oder eine Pelletheizung. Die Pelletheizung würde die meisten Kosten und die größten Einsparmöglichkeiten bieten, ist aber im niedrigen Keller und altem Baubestand nur schwer unterzubringen. 15 % Verbesserung sind uns für die Dämmung der Kellerdecke vorhergesagt worden. Die Kosten dafür sind eher gering und bringen diese Idee damit zur zweit-wirtschaftlichsten Maßnahme, auf die wir uns ja sofort stürzen können. Alle anderen Vorschläge sind gut und richtig... wohl für uns aber derzeit noch nicht dran, wobei der Austausch des Fensterglases wohl noch von Interesse sein könnte. Die alten Steine sind ganz gut, aber könnten mehr schützen, wenn ein Mantel drumherumgelegt würde (6%). Steigende Energiekosten werden uns weiterhin treffen. Gebäude haben wir noch genug und die Maßnahmen sind sinnvoll und gut, wenn wir auch weiterhin Schöpfungsverantwortung wahrnehmen wollen.

    Energetische Gebäudesanierungen in Kirchengemeinden

    Wichtiger Beitrag zur Schöpfungsbewahrung

    Mit über 30 Mitglieder aus Verwaltungsräten und Pfarrgemeinderäten haben wir uns Anfang des Jahres 2009 im Bildungshaus St. Michael in Kassel über Möglichkeiten informiert wie Pfarreien mit energetischen Maßnahmen ihren konkreten Beitrag zur Schöpfungsbewahrung leisten können. Wir waren beim Studientag „Energiesparen in der Pfarrgemeinde“, der von der Bauabteilung und der Umweltbeauftragten des Bischöflichen Generalvikariats sowie dem Katholikenrat der Diözese Fulda veranstaltet wurde. Auch wir wollten wissen, wie Wege aussehen mit denen man den steigenden Energiekosten durch gezielte Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden Herr werden kann.
    Bei den Überlegungen ging es vor allem darum aufzuzeigen, wann sich welche baulichen Eingriffe wirtschaftlich lohnen. Anschauliche Beispiele lieferte das Öko-Zentrum NRW, das sich über Jahre hinweg auf dem Feld der energetischen Gebäudesanierungen im kirchlichen Bereich ein hohes Maß an Kompetenz angeeignet hat.
    Einleitend zeigte die Umweltbeauftragte des Bistums Fulda, Frau Dr. Beatrice van Saan-Klein, auf, warum Kirchengemeinden heute Schöpfungsverantwortung wahrnehmen müssen und wie sie handeln können. Der bewußte und effiziente Umgang mit Energie sei eine wesentliche Voraussetzung für schöpfungsbewußtes Handeln. Kirche müsse hier glaubwürdig auftreten und eine Vorbildfunktion in der Gesellschaft übernehmen. Untermauert wurden ihre Gedanken von Dr. Helge Wulsdorf, Leiter Nachhaltige Geldanlagen bei der Bank für Kirche und Caritas in Paderborn, die den Studientag mit ihrer Fachkompetenz unterstützte. Dr. Wulsdorf erläuterte vertiefend Grundzüge für ein modernes Nachhaltigkeitsmanagementsystem in Kirchengemeinden.

    Wie sich das Bistum Fulda der Energiefrage derzeit stellt, führte der Stellvertretende Baumeister des Bistums, Dipl.-Ing. Martin Matl, aus. Das Bistum sei gerade dabei, eine Datenbank zu konzipieren, in der die wichtigsten Daten der Kirchengemeinden erfaßt werden. Ziel des Bistums sei es zunächst einmal, den Status quo zu erheben, um dann überhaupt sehen zu können, an welchen Stellen die größten Einsparpotenziale vorhanden sind.
    Interessierte Gemeinden könnten sich, so Matl, jederzeit am Aufbau der Energiedatenbank beteiligen. Sie würden dann bei der Planung ihrer Maßnahmen von der Bauabteilung und der Umweltbeauftragten beraten.

    Welche energetischen Maßnahmen sich dann wirklich als wirtschaftlich erweisen, legte Manfred Rauschen, Geschäftsführer des Öko-Zentrums NRW in Hamm, dar. Um Sanierungen erfolgreich durchführen zu können, sei ein hohes Maß an Kompetenz erforderlich, die gerade im kirchlichen Bereich nicht jeder mitbrächte. Speziell in der Planungsphase sei es wichtig, sich anhand umfassender und sachkompetenter Gutachten einen Überblick über alle Handlungsoptionen zu verschaffen und dann geplante Maßnahmen auf ihre langfristige Wirtschaftlichkeit hin zu befragen. Insbesondere gehe es bei kirchlichen Gebäuden darum, Folgeschäden wie Schimmel von vornherein zu vermeiden. Für die Finanzierung energetischer Gebäudesanierungen hat der Bund inzwischen zahlreiche Förderprogramme mit äußerst attraktiven Konditionen aufgelegt. Wolfgang Schütte, Bereichsleiter für die Betreuung kirchlicher und caritativer Einrichtungen bei der Bank für Kirche und Caritas, veranschaulichte den Teilnehmern, wie welche Maßnahmen finanziert werden können. Da es keine pauschalen Finanzierungsmodelle für Kirchengemeinden gebe, stehe die Bank für Kirche und Caritas für einzelne Finanzierungsanfragen jederzeit zur Verfügung. Ganz individuell werde dann, so Herr Schütte, anhand der konkreten Bedürfnisse der Pfarrei ein Finanzierungskonzept mit den jeweils günstigsten Konditionen erarbeitet. Die Anfragen der Teilnehmer sowie die immer wieder aufgekommenen sehr lebhaften Diskussionen haben gezeigt, daß mit dem Studientag ein für die Kirchengemeinden zentrales Thema aufgegriffen wurde und seitens des Bistums nach paßgenauen Lösungen gesucht wird, um durch einen wirtschaftlichen und effizienten Umgang mit der Energie einen glaubwürdigen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung zu leisten.

    Technikgeschichte in den Pfarrgemeinden im Norden von Kassel
     

    46 KW 1976 Erdgas Gemeindehaus St. Laurentius
    72 KW 1980 Erdgas Pfarrhaus St. Joseph Neu: Sommer 2010
    85 KW 1989 Erdgas Kindergarten St. Joseph  
    116 KW 1994 Heizöl Kirche St. Laurentius  
    35 KW 1995 Heizöl Pfarrhaus St. Laurentius  
    140 KW 2006 Erdgas Kirche St. Joseph  
    28,5 KW 2008 Erdgas Gemeindehaus St. Joseph