Licht aus ;)

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Erste Tonne CO2 auf dem Rothenberg zukünftig eingespart

Im Januar 2009 haben wir im großen Kirchenraum 176 Glühbirnen ausgetauscht und durch Energiesparlampen ersetzt: "Da wir in den meisten Gottesdiensten nur ca. 100 Lampen geschaltet haben beläuft sich die Energieeinsparung auf 1326 KWH dies entspricht 0,928 t CO2 im Jahr" hat bereits Rainer Krumm, Verwaltungsratsmitglied und Mitgründer des Arbeitskreises AKU in Sankt Joseph ausgerechnet. Pfarrer Krönung freut sich im Hinblick auf den Auftrag der Schöpfungsbewahrung darüber: "Unser Gotteshaus spart zukünftig die erste Tonne CO2 ein. Für uns ist das nur ein kleiner Schritt auf dem Weg zur weiteren Maßnahmen und Aktivitäten im Bereich des kirchlichen Umweltschutzes. Jetzt schauen wir auf unseren Kindergarten, unser Pfarrhaus und die Gemeindehaus. Die Zukunft der Pfarrei soll im "grünen Bereich" liegen. Vielleicht können wir auch ein Umweltzertifikat erreichen."
 

Kassler Strom ist umweltfreundlich

Kassel ist die erste deutsche Großstadt, in der alle Haushalte mit umweltfreundlichem Strom beliefert werden, der mit Wasserkraft aus Skandinavien hergestellt wird. Die Stadtwerke versprechen: "Ihr Strom kommt zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen."
Allein es fehlt der Glaube und der Nachweis  und der Vorwurf lautet auf "Greenwashing". (Kritik)

Was wir schon gelernt haben...

Mit knapp 11 Tonnen liegen die Einwohner Deutschlands im Schnitt deutlich über dem weltweiten Durchschnitt von ca. 4 Tonnen bzw. über dem von Klimawissenschaftlern als gerade noch verträglich angesehenen Wert von ca. 2,5 Tonnen pro Erdenbürger.

Energiesparlampen sparen bis zu 80% Strom ein und halten bis zu 20 Mal länger als eine normale Glühbirne. Pro Jahr kann man so etwa 20 bis 30 Euro pro Birne einsparen! Der etwas höhere Kaufpreis ist da schnell wieder eingespart.

Skizzen zu unseren weiteren Plänen

Als Kirchengemeinden mit unseren Einrichtungen wollen wir ein Umweltmanagement als Standard einführen und wenn möglich auf erneuerbare Energien umstellen. Wir prüfen ob solarthermische oder photovoltaische Anlagen installiert werden können und versuchen mit Hilfe eines Energieberaters Emissions- und Kosteneinsparungen zu erreichen.
Bei der Sanierung unserer alten Gebäude wollen wir die Energieeffizienz anwenden, ein ökologisches Wirtschaften erzielen und Umwelt-Projekte vor allem in unserer Kindertagesstätte St. Joseph durchführen.
Die Arbeit und Unterstützung durch die Umweltbeauftragte des Bistums ist uns Hilfe und Ermutigung.
Wir wissen, dass weitere Anstrengungen in diese Richtung erforderlich sind. Deswegen bringen wir unsere Erfahrungen und Initiativen in die Gremien und Verbünde der Kasseler Kirchengemeinden ein.
Wir brauchen aber noch klare Signale und Ermutigung durch die Verantwortlichen und werden ohne finanzielle Unterstützung seitens der Bistumsleitung nicht viel ausrichten können.
Kassel, 01.02.2009 SK

Licht aus!

Wenn am 31. März um 20:30 Uhr in tausenden Städten rund um die Welt die Beleuchtung vieler Sehenswürdigkeiten abgestellt wird, gehen auch am Kölner Dom für eine Stunde die Scheinwerfer aus: Die Kathedrale beteiligt sich an der symbolischen Klimaschutz-Aktion „Earth Hour“ des World Wide Fund For Nature (WWF). Ziel ist, „per Lichtschalter“ für ein wirksames Klimaschutz-Abkommen zu demonstrieren.

http://www.wwf.de/earth-hour-2012/

Die Politiker sollen daran erinnert werden, dass die Ergebnisse der UN-Klimakonferenz nicht ausreichend sind. Mit der Beteiligung an der Aktion reiht sich der Kölner Dom in die 2007 gestartete weltweite Aktion ein, an der sich auch Privatleute beteiligen können: Licht ausschalten genügt. | Mehr dazu....

Die Wasserspardetektive in unserer Kita

In unserer Kita arbeitet unter Leitung der Erzieherin Margarita Funt eine "Lernwerkstattgruppe" seit Anfang 2009, die bei uns „der Club der schlauen Füchse“ genannt wird. Hier werden mit den Kindern die Geheimnisse der Natur bewundert! Hier wird nach Erklärungen gesucht und eifrig geforscht. Start-Thema für unsere kleinen Forscher war der Reichtum und die Bedeutung des kostbaren Wassers als Lebensspender. | Artikel lesen

Die kleinen Gemüsegärtner aus St. Joseph

Der Herbst ist da, die Blätter immer bunter und es wird höchste Zeit, die letzte Ernte einzufahren. Das sind die Themen unserer kleinen Gärtner, die es bei uns gelernt haben. Und was sie wissen, sagen Sie dem Mann im Radio: "Was wir täglich an Obst und Gemüse essen, ist logisch irgendwann auf dem Acker und Feld gewachsen. Stadtkinder kennen das häufig gar nicht. Damit die aber auch mal erleben wie das geht, hat ein katholischer Kindergarten in Kassel sich was Tolles einfallen lassen: einen eigenen Garten im Kindergarten  St. Joseph. Reporter Klaus Depta ist unter die "Kleingärtner" gegangen." | Link

Licht aus!

"Earth Hour" ist der Name einer Umweltschutzaktion, die das Umweltbewusstsein erhöhen und Energiesparen und die Reduzierung von Treibhausgasen symbolisch unterstützen soll:
Aus diesem Grund sitzte ich, Pfr. Stefan Krönung an den betreffenden Samstagen Jahr für Jahr von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr ohne PC und Fernsehen im Dunkeln: Ich lösche alle elektrischen Lichter auf dem 13.000 m2 großen Grundstück der Kirche auf dem Rothenberg mit Kirche, Gemeindehaus, Pfarrhaus und Kindertagesstätte und natürlich die Gehwegbeleuchtung auf dem Platz. Geben Sie als acht, damit Sie nicht stürzen!

Hintergrund

Solche und ähnliche Aktionen sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter dem Titel “Licht aus! Für unser Klima.” bereits am 8. Dezember 2007 durchgeführt worden. Damals wurde sie gleichzeitig zum Weltklimagipfel 2007 angesetzt und war die erste länderübergreifende Initiative. Unter anderem wurde am Kölner Dom, am Schloss Neuschwanstein, beim Brandenburger Tor und in der Frankfurter Zeil das Licht ausgeschaltet. Allerdings war diese Aktion auf fünf Minuten (20:00 bis 20:05 Uhr) begrenzt. Die von Medienkonzernen wie die Bild, Google und ProSieben aber auch von BUND, Greenpeace und WWF unterstützte Aktion war auch in der Umweltschutzbewegung aufgrund ihrer reinen Symbolwirkung umstritten. Eine Initiative von taz, attac, NABU, Robin Wood, Grüne Liga und anderen rief zu „Licht an – aber richtig“ auf. Sie fordert, dass stattdessen unter anderem auf Energiesparlampen und Ökostrom gesetzt werden solle. Eine Berechnung des Öko-Institutes im Auftrag der taz ergab, dass falls 50 Prozent der deutschen Haushalte für fünf Minuten das Licht ausschalten, deutschlandweit etwa 343 Tonnen CO2 eingespart werden. Falls aber 50 Prozent der Haushalte Glühbirnen gegen Energiesparlampen tauschten, in einem Jahr 2,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden, also 7.000 mal so viel.

In Deutschland und allen angrenzenden Länder fand am 29. März 2008 von 20:00 bis 21:00 Uhr die “Earth Hour 2008” als Folgeaktion vom Vorjahr statt. Am 28. März 2009 von 20:30 bis 21:30 wird die Aktion “Licht aus” für das Jahr 2009 durchgeführt...

Wer ist dabei oder kann für uns Fachleute an Land ziehen? [ Termine und Veranstaltungen ]
Kontakt: S.Kroenung@boninet.de  

Hintergrund:

Sonnenenergie in St. Bonifatius und weitere Kirchen und Projekte im Bistum Fulda

Energetische Gebäudesanierungen in Kirchengemeinden

Wichtiger Beitrag zur Schöpfungsbewahrung

Mit über 30 Mitglieder aus Verwaltungsräten und Pfarrgemeinderäten haben wir uns Anfang des Jahres 2009 im Bildungshaus St. Michael in Kassel über Möglichkeiten informiert wie Pfarreien mit energetischen Maßnahmen ihren konkreten Beitrag zur Schöpfungsbewahrung leisten können. Wir waren beim Studientag „Energiesparen in der Pfarrgemeinde“, der von der Bauabteilung und der Umweltbeauftragten des Bischöflichen Generalvikariats sowie dem Katholikenrat der Diözese Fulda veranstaltet wurde. Auch wir wollten wissen, wie Wege aussehen mit denen man den steigenden Energiekosten durch gezielte Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden Herr werden kann.
Bei den Überlegungen ging es vor allem darum aufzuzeigen, wann sich welche baulichen Eingriffe wirtschaftlich lohnen. Anschauliche Beispiele lieferte das Öko-Zentrum NRW, das sich über Jahre hinweg auf dem Feld der energetischen Gebäudesanierungen im kirchlichen Bereich ein hohes Maß an Kompetenz angeeignet hat.
Einleitend zeigte die Umweltbeauftragte des Bistums Fulda, Frau Dr. Beatrice van Saan-Klein, auf, warum Kirchengemeinden heute Schöpfungsverantwortung wahrnehmen müssen und wie sie handeln können. Der bewußte und effiziente Umgang mit Energie sei eine wesentliche Voraussetzung für schöpfungsbewußtes Handeln. Kirche müsse hier glaubwürdig auftreten und eine Vorbildfunktion in der Gesellschaft übernehmen. Untermauert wurden ihre Gedanken von Dr. Helge Wulsdorf, Leiter Nachhaltige Geldanlagen bei der Bank für Kirche und Caritas in Paderborn, die den Studientag mit ihrer Fachkompetenz unterstützte. Dr. Wulsdorf erläuterte vertiefend Grundzüge für ein modernes Nachhaltigkeitsmanagementsystem in Kirchengemeinden.

Wie sich das Bistum Fulda der Energiefrage derzeit stellt, führte der Stellvertretende Baumeister des Bistums, Dipl.-Ing. Martin Matl, aus. Das Bistum sei gerade dabei, eine Datenbank zu konzipieren, in der die wichtigsten Daten der Kirchengemeinden erfaßt werden. Ziel des Bistums sei es zunächst einmal, den Status quo zu erheben, um dann überhaupt sehen zu können, an welchen Stellen die größten Einsparpotenziale vorhanden sind.
Interessierte Gemeinden könnten sich, so Matl, jederzeit am Aufbau der Energiedatenbank beteiligen. Sie würden dann bei der Planung ihrer Maßnahmen von der Bauabteilung und der Umweltbeauftragten beraten.

Welche energetischen Maßnahmen sich dann wirklich als wirtschaftlich erweisen, legte Manfred Rauschen, Geschäftsführer des Öko-Zentrums NRW in Hamm, dar. Um Sanierungen erfolgreich durchführen zu können, sei ein hohes Maß an Kompetenz erforderlich, die gerade im kirchlichen Bereich nicht jeder mitbrächte. Speziell in der Planungsphase sei es wichtig, sich anhand umfassender und sachkompetenter Gutachten einen Überblick über alle Handlungsoptionen zu verschaffen und dann geplante Maßnahmen auf ihre langfristige Wirtschaftlichkeit hin zu befragen. Insbesondere gehe es bei kirchlichen Gebäuden darum, Folgeschäden wie Schimmel von vornherein zu vermeiden. Für die Finanzierung energetischer Gebäudesanierungen hat der Bund inzwischen zahlreiche Förderprogramme mit äußerst attraktiven Konditionen aufgelegt. Wolfgang Schütte, Bereichsleiter für die Betreuung kirchlicher und caritativer Einrichtungen bei der Bank für Kirche und Caritas, veranschaulichte den Teilnehmern, wie welche Maßnahmen finanziert werden können. Da es keine pauschalen Finanzierungsmodelle für Kirchengemeinden gebe, stehe die Bank für Kirche und Caritas für einzelne Finanzierungsanfragen jederzeit zur Verfügung. Ganz individuell werde dann, so Herr Schütte, anhand der konkreten Bedürfnisse der Pfarrei ein Finanzierungskonzept mit den jeweils günstigsten Konditionen erarbeitet. Die Anfragen der Teilnehmer sowie die immer wieder aufgekommenen sehr lebhaften Diskussionen haben gezeigt, daß mit dem Studientag ein für die Kirchengemeinden zentrales Thema aufgegriffen wurde und seitens des Bistums nach paßgenauen Lösungen gesucht wird, um durch einen wirtschaftlichen und effizienten Umgang mit der Energie einen glaubwürdigen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung zu leisten.