Rundgang durch die Kirche
Zur Orgel, Glockenstube und zum Kirchen-Dachboden ... oder hinein ins prächtige Haus mit den Panoramafotos von http://www.123pano.de
Aktuelle Gemeindenachrichten
Bestellen Sie den Pfarrbrief aktuell und frisch per Mail! Sie erhalten daraufhin regelmäßig die Informationen im PDF-Format. Ältere Ausgaben schicken wir Ihnen gerne per Mail zu!Weitere Informationen lesen Sie unter Pfarrei St. Joseph und St. Laurentius oder auf unserem Newsticker...
Baugeschichte der Kirche
Ein Vorgängerbau wurde am 22.10.1943 bei einem Bombenangriff fast völlig zerstört.
Erst 1948, nach erfolgter Währungsreform, konnte man allmählich an den Wiederaufbau der zerstörten Pfarrkirche denken.
Im Sommer 1950, begann man unter Leitung von Pfarrer Strothteicher mit dem Aufbau der Kirche.
Der Grundriss der alten Kirche wurde verändert, es sollte ja ein großer Raum entstehen. Das Querhaus fiel deshalb fort. An seine Stelle sind zwei Seitenkapellen getreten, die durch die niedrige Bogenstellung mit dem Hauptraum verbunden sind und als Abschluss eine Klinkereinfassung haben, ebenso der große Triumphbogen zum Chorraum hin.
Die zehn Säulen, die früher die Gewölbe trugen, hat der Architekt herausgenommen, daraus wurden die elf Stufen zum Altar gefertigt (diese sind zum Teil bei der Innenrenovierung im Jahre 1980 wieder herausgenommen worden).
Statt der Gewölbe breitet sich eine flachgewölbte, kassettierte Holzdecke über das ganze Rechteck des Hauptraumes.
Der Wiederaufbau ersetzte die im Krieg zerstörte neogotische 3schiffige Hallenkirche (Kirche mit Turm (36 m incl. Bekrönung). Dabei wurden die alten Formen teilweise aufgenommen und neu interpretiert, was u. a. am Grundriss erkennbar ist.
Gewölbe und Seitenschiffe sind weggefallen, sie sind in ganzer Spannweite ersetzt von einer flachen kassettierten Holztonne, so dass eine stützenfreie Saalkirche entsteht. Diese ist von Seitenkapellen flankiert, die durch gemauerte Arkaden mit dem Hauptraum verbunden sind.
Der Chorbereich von 1953 wurde bei der Innenrenovierung stark verändert, er schließt mit einer Holzdecke ab.
Ausstattung des Altarraumes durch H. Söller, Schweinfurt.
Gegenüber dem Chor eine hölzerne, vor die Rückwand gesetzte
Orgelempore.
Der Innenraum ist von fünf Chorfenstern und je vier Fenstern an den Seiten sowie Rundfenstern in den Kapellen beleuchtet. Die Kirche bildet durch ihre Lage, Dimension und Materialwahl (Naturstein) einen bedeutenden städtebaulichen Akzent.
Technikmuseum zukünftig in Rothenditmold?
In einer Kirchengemeinde, die ihr Werden und Wachsen dem Unternehemer und Kommerzienrat Peter Wegmann und vielen Arbeitern und Wohltätern verdankt, ist Technik und Industriealisierung ein Thema! Viele Katholiken haben in den Gründungsjahren Brot und Arbeit in Rothenditmold gefunden. Engagierte Bürger und Freude wünschen ein Technik-Museum in Kassel! Mit den Freunden des Vereins fragen auch wir: "Gibt es einen authentischeren Ort als das Henschel-Werk II in Kassel Rothenditmold?" | Link: TMK Kassel
Wer wir sind...
Katholiken aus 55 Nationen leben in den 102 Straßen im Norden von Kassel .... | Weitere Info!
Unsere Pfarrchronik (100 Jahre St. Joseph) liegt hier für Sie zum Download (42443,73KB) bereit.
Das ist Gottes Haus
mitten unter den Menschen
Besuchen Sie auch virtuell Sankt Joseph auf dem Rothenberg. Kommen Sie herein! Stefan Kollekowski von der Firma K&N Marketing in Vellmar hat uns diesen Weitblick geschenkt!
Freuen Sie
sich auf das Release unseres Kandidaten am Sonntag, 21.
Februar 2010 und kommen Sie um 11.30 Uhr nach St. Joseph!
Dank an den Kommunikationswirt & Mediaberater aus unserer Nachbarschaft!
Pfarrkirche Sankt Joseph
Die katholische Pfarrkirche St. Joseph im Kasseler Stadtteil Rothenditmold wurde
im Jahr 2007
100 Jahre alt.
Diesen Anlass konnten wir am Sonntag, den 16. September um 10 Uhr mit einer Festmesse
feiern.
Hauptzelebrant war der Fuldaer Weihbischof Johannes Kapp.
Musikalisch wird der Gottesdienst von der Chorgemeinschaft St. Laurentius/St. Joseph/Heilig Geist und Solisten sowie kleinem Orchester mit der "missa in C" (Spatzenmesse) von W.A. Mozart gestaltet unter der Leitung von Andreas Speer.
An die Festmesse hat sich das Gemeindefest angeschlossen
und ein festliches Abendlob konnte um 19 Uhr mit Tauferinnerung
angestimmt werden.
Die Nr. 198 im Taufbuch (W.F. Wilhelm 28.9.1907) war die erste Taufe in der neu errichteten Pfarrkirche auf dem Rothenberg.
Zum Jubiläum ist eine Chronik erschienen: „Das ist Gottes Haus – 100 Jahre katholische Kirche St. Joseph Kassel-Rothenditmold“ vor.
Mit der Jubiläumsfeier begann ein Fest- und Jubiläumsjahr "100 Jahre Pfarrkirche... Glauben stärken - Gemeinschaft leben - für die Menschen da sein." Hauskreise, Aktionen und Projekte sind in Arbeit. Es soll einen Fotowettbewerb geben und eine Gemeindeerneuerung, die das Pastoralteam koordiniert.
Die in Dokumenten und vor allem in Zeitungsausschnitten überlieferte Geschichte der Kirche St. Joseph in Kassel-Rothenditmold beginnt mit der Gründung des Kirchbauvereins am 22. Mai 1897. Es waren zwischen 70 und 80 Männer, die dem Verein beitraten und so deutlich zum Ausdruck brachten, dass ihnen eine eigene Kirche am Herzen lag und sie sich für die Realisierung einsetzen würden. Die katholische Pfarrgemeinde selbst besteht seit dem 1. April 1900. Nur neun Jahre später, am 6. Mai 1906, wurde der Grundstein für dieses Bauwerk gelegt.
Nach anderthalb jähriger Bauzeit konsekrierte Bischof Dr. Joseph Damian Schmitt von Fulda am 16. September 1907 das neue Gotteshaus, dessen Realisierung auf dem Rothenberg dem Geistlichen der Gemeinde, Kuratus Hermann von Keitz, sowie dem großzügigen Gönner, Kommerzienrat Peter Wegmann, maßgeblich zu verdanken war. In den nächsten Jahren blüht das Gemeinde- und Vereinsleben in Rothenditmold.
Im Jahr 1910 wird in Rothendtimold
Wilhelm Spieker geboren und getauft, der 1945 bei
einem Massaker in Fernost in den Wirren des 2.
Weltkriegs umgebracht wird und als Glaubenszeuge bei uns
verehrt wird.
1913 genehmigte der zuständige Minister die Errichtung der Pfarrei St. Joseph. Es folgt der erste
Weltkrieg. Im Juli 1932 erleben Pfarrkirche und -gemeinde die erste Primiz in dem nun 25 Jahre alten Gotteshaus. Nur wenige Monate später, am 16. September 1932, feiern über 1000 Gläubige das Silberjubiläum ihrer Kirche. Die „außerkirchliche“ Feier findet angesichts wirtschaftlich schwieriger Verhältnisse im kleinen Rahmen statt. Ein Jahr später ergreift Hitler die Macht, 1939 bricht der zweite Weltkrieg aus. Über diese Zeit bis 1943 sind keine Aufzeichnungen vorhanden. Sie alle sind verbrannt.
Bei dem schweren Luftangriff auf Kassel am 22. Oktober 1943 wurden Kirche und Pfarrhaus schwer getroffen, berichtet Pfarrer Simon Wehner am 31. Oktober 1944 in einem Schreiben an das Bischöfliche Generalvikariat in Fulda. Das Pfarrhaus brennt am 27. September 1944 völlig ab, der Turm am 1. Oktober des gleichen Jahres. Ein Jahr lang dient die Notkapelle des ebenfalls schwer beschädigten Marienkrankenhauses als Ausweich für die Gläubigen, bevor sie am 12. Mai 1945 eine eigene Baracke neben der Kirche als Notkapelle einweihen konnten. In Eigenleistung und mit viel Engagement bauten Pfarrer Wilhelm Strothteicher und einige Männer der Pfarrei ihre Kirche Stein für Stein wieder neu auf. In der Osternacht, am 4. April 1953 war es soweit: die Pfarrei feierte nach zehn Jahren ihren ersten Gottesdienst in der wiedererbauten St. Josephs-Kirche. Am 28. April 1953 weihte Weihbischof Bolte von Fulda die wiedererbaute Kirche. Am 31. Juli 1955 feiert Pfarrer Strothteicher sein 40-jähriges Priesterjubiläum. Am 29. September 1957 feiert die Gemeinde das 50-jährige Jubiläum der Kirche und eröffnet gleichzeitig das neue Pfarr- und Jugendheim. Kurz vor Weihnachten 1960 bekommt die Pfarrei eine neue Orgel. Am 3. Mai 1966 wird der Kindergarten eingeweiht. Nach 19 Jahren als Pfarrer in St. Joseph geht Pfarrer Wilhelm Strothteicher am 23. Juli 1967 in den Ruhestand. Viele hundert Gläubige verabschieden den Priester. Rudolf Bauschke wird neuer Pfarrer an St. Joseph. 1968 feiert die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung ihr 75-jähriges Jubiläum. 1972 wird die Kirche 65 Jahre alt. Am 1. Mai 1974 tritt Pfarrer Hermann Weiser die Nachfolge von Rudolf Bauschke an. 1975 stirbt Pfarrer Strothteicher in seinem Heimatort Schloß Holte. 1979 bekommt die Kirche einen neuen Altar, 1980 ein neues Tabernakel. Die KAB feiert 1982 ihr 90-jähriges, die Kirche ihr 75-jähriges Jubiläum. Die nächsten Jubiläen sind der 25. Geburtstag des Kindergartens 1991 und das 100-jährige Bestehen der
KAB 1993. 1999 feiert Hermann Weiser, seit 1990 Dechant in Kassel, seinen 60. Geburtstag und 2004 sein 30-jähriges Dienstjubiläum als Pfarrer der Rothenditmolder Pfarrei. Am 1. August 2007 wird Stefan Krönung neuer Pfarrer an St. Joseph.
S. Weiler / S. Krönung
] auf dem Rothenberg begehen legten erste Pläne für ein Jahr der Gemeindeerneuerung
vor.
[ Pastorale Impulse (PDF)
]
"Kirche ist Geheimnis"
Sankt Joseph, 16. September 2007: Kirche ist Geheimnis, weil Gott in ihr lebt Weihbischof Kapp bei Jubiläum der Pfarrkirche St. Joseph in Kassel Kassel (bpf).
„Kirche ist Geheimnis, weil der unsichtbare Gott durch seinen menschgewordenen Sohn Jesus Christus in ihr lebt: Er hat ihn offenbart, hat uns Kunde vom Herzen des Vaters gebracht.“ Daran erinnerte der Fuldaer Weihbischof Johannes Kapp am Kirchweihtag in Kassel.
Bei der Festmesse aus Anlaß des 100jährigen Jubiläums der Pfarrkirche St. Joseph auf dem Rothenberg stellte Kapp heraus, daß Christus den Menschen das Erbarmen und die Liebe des Vaters in seiner Liebe und Kreuzeshingabe geschenkt habe. „Er hat uns durch seine Auferstehung von den Toten die Tür zum ewigen Leben geöffnet.“
Vor hundert Jahren war es auch ein Sonntag, als Bischof Dr. Damian Schmitt von Fulda kam, um die vierte katholische Kirche nach der Reformation in Kassel zu weihen:
1777 Alt-St.-Elisabeth,
1899 St. Familia,
1901 St. Marien und nun,
1907, St. Joseph. „Welche Freude für die etwa 900 katholischen Christen in den sieben Ortschaften links der Fulda im Nordosten Kassels, jetzt eine eigene Kirche zu haben und nicht mehr auf die trotz zweier sonntäglicher Meßfeiern längst zu klein gewordene ehemalige evangelische Kapelle an der Maibreite angewiesen zu sein!“, resümierte Weihbischof Kapp die Stimmung in der Gründungszeit des Gotteshauses. Es habe Freude und Dankbarkeit geherrscht, daß das vorrangig Fabrikarbeiter und Fabrikbesitzer in gläubiger Gemeinschaft und gegenseitiger Hilfe mit weiteren Helfern von innen und außen auf dem Rothenberg geschafft hatten. Freude und Dankbarkeit herrsche darum auch heute bei den Nachfahren.
Es habe trotz schwieriger Zeiten auch Blühen und Wachsen gegeben, wenn man etwa an das Entstehen des Marienkrankenhauses und der Pfarrgemeinden in Vellmar, Ihringshausen und auf dem Warteberg sowie den gemeinsamen und selbstlosen Einsatz von Priestern und vielen Laien in diesem Raum denke. Als Beispiel für alle nannte Kapp den bisherigen Pfarrer Hermann Weiser, dem er für seinen starken und treuen 33jährigen Leitungsdienst in St. Joseph und später auch für St. Laurentius dankte. Der ganzen Pfarrgemeinde überbrachte er auch die Grüße von Bischof und Bistum. Das Kirchenverständnis des II. Vatikanischen Konzils sei auch für die Gemeinde Weg in die Zukunft sein; es sage: Kirche ist mysterium (Geheimnis), Kirche ist communio (Gemeinschaft) und Kirche ist missio (Sendung). Den Glauben gelte es zu stärken, indem sich die Gläubigen zu Jesus hindrängten, Zeit für ihn hätten und auf ihn schauten in Gebet und Gottesdienst, aber auch durch Klagen und Ausbreiten des eigenen Lebens vor ihm. „Er schenkt uns Versöhnung und neuen Anfang schenkt“, hob der Weihbischof hervor. Die durch die Taufe geschenkte Gemeinschaft mit Jesus Christus und miteinander müsse man leben, denn da seien die Gläubigen Glieder am Leib Christi geworden, um diesem Leib, dem Bau der Kirche, zu dienen und uns gegenseitig zu stützen und zu helfen. „Ich bin überzeugt: ohne dieses Miteinander und Füreinander aus sieben Ortschaften wäre es vor 100 Jahren nicht zum Bau dieser Kirche gekommen“, so Kapp weiter. Sich gegenseitig kennenzulernen, sei die Aufgabe der Gemeinde. Katholiken aus 55 Nationalitäten gebe es in der Pfarrgemeinde, und aus 17 Nationen bzw. Nationalitäten gebe Kinder in der
Kindertagesstätte. Sie gelte es zu suchen und kennenzulernen. „Es gibt keine Nationalkirche, keine polnische, italienische, spanische, deutsche, es gibt die eine, heilige, katholische, apostolische Kirche.“
Die Sendung durch den auferstandenen Jesus Christus gelte für jeden Getauften und Gefirmten, ebenso wie das „Ihr sollt meine Zeugen sein!“ vor seiner Himmelfahrt. Noch direkter sage es Jesus am Schluß des heutigen Evangeliums zu Petrus: „Von jetzt an wirst du Menschen fangen.“ Als der hl. Joseph gegenüber Maria unsicher geworden war und sich von ihr trennen wollte, nahm ihm ein Engel seine Sorge und Joseph nahm Maria zu sich. „Ist das nicht das, was wir heute auch Integration nennen?“, fragte der Weihbischof. „Ich denke an die Heilige dieses Jahres, Elisabeth. Sie war aufmerksam für Menschen, besonders solche in Not, hat nicht weggesehen, hat Zeit und Zuwendung geschenkt.“
Aus dieser Jubiläumsfeier sollten die Gemeindemitglieder in das 2. Jahrhundert St. Joseph Kassel gehen: in Dankbarkeit und Freude gegenüber dem 1. Jahrhundert und in Vertrauen und Zuversicht in das neue, weil Gott in Jesus Christus und im Heiligen Geist mit ihnen sei, sie mit ihm und durch ihn Gemeinschaft seien und er sie sende und mitgehe. „Das wünsche ich Ihnen als einer, der nach seiner Geburt in Ihrer damals sehr weitreichenden Pfarrei getauft worden und Ihnen darum heute besonders verbunden ist“, schloß Weihbischof Kapp.


